ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2001Techniker Krankenkasse: Positive Bilanz

Versicherungen

Techniker Krankenkasse: Positive Bilanz

Dtsch Arztebl 2001; 98(33): [127]

EB

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LNSLNS Die Techniker Krankenkasse (TK) hat eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2000 vorgelegt. Zum Ende des vergangenen Jahres konnte sie ein leichtes Plus von 80 Millionen DM verbuchen. „Wir freuen uns über das Ergebnis, in Relation zum Haushaltsvolumen von 22,5 Milliarden DM ist der Überschuss aber kein Grund für Luftsprünge“, sagte Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes. Die Ergebnisse der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) für das erste Quartal 2001 hätten gezeigt, dass auf den Krankenkassen ein enormer finanzieller Druck laste. „Wenn die Regierung Budgets ohne wirksamen Ersatz abschafft und der GKV immer weitere milliardenschwere Einnahmeverluste und Mehrausgaben aufbürdet, darf sie sich nicht wundern, wenn das Ziel einer Senkung der Sozialabgaben in weite Ferne rückt“, sagte Klusen. Im Jahr 2000 konnte die TK rund 3 100 Mitglieder hinzugewinnen, der Zuwachs war damit geringer als in den Vorjahren. Mit 5,3 Millionen Versicherten ist die TK eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Größter Ausgabenposten der TK war mit knapp sieben Milliarden DM der Risiko­struk­tur­aus­gleich (RSA). Damit musste die Kasse auch im vergangenen Jahr rund ein Drittel ihrer Beitragseinnahmen als Stützungszahlungen an andere Kassen, hauptsächlich an die Ortskrankenkassen abführen. „Die Elemente der jetzigen RSA-Reform sind ordnungspolitisch falsch, setzen Anreize zur Unwirtschaftlichkeit und werden die Versorgung kranker Menschen nicht verbessern – auch wenn dies noch so oft behauptet wird“, sagte Klusen. Die Einnahmen der TK in den alten Bundesländern stiegen im Jahr 2000 um 2 Prozent je Mitglied, während sich die Leistungsausgaben um 3,1 Prozent erhöhten. Besonders deutlich war der Zuwachs bei den Ausgaben für Arzneimittel (plus 8,6 Prozent). Aber auch bei den Heil- und Hilfsmitteln (plus 5,3 Prozent) und beim Krankenhaus (plus 5,1 Prozent) waren die Steigerungsraten überproportional. Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 1,1 Prozent. Sie machten im vergangenen Jahr einen Anteil von 4,4 Prozent am Gesamtaufwand aus. In den neuen Bundesländern ging die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben weiter auseinander als im Westen. Die Einnahmen je Mitglied waren im vergangenen Jahr leicht rückläufig, demgegenüber stiegen die Leistungsausgaben um 5,9 Prozent. Spitzenreiter war der Arzneimittelbereich mit einem Zuwachs von 17,7 Prozent je Mitglied. Auch die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel (plus 9,1 Prozent) und für die Krankenhausbehandlung (plus 7,8 Prozent) erhöhten sich deutlich. Die Verwaltungskosten weisen mit 1,2 Prozent eine moderate Steigerung auf; ihr Anteil am Gesamtaufwand betrug 4,3 Prozent. EB
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