ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2001Behinderte Kinder: Altersgrenze aufgehoben

Versicherungen

Behinderte Kinder: Altersgrenze aufgehoben

Dtsch Arztebl 2001; 98(33): [127]

EB

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LNSLNS Seit dem 1. Juli ist das Leben für berufstätige Eltern behinderter Kinder etwas leichter geworden: Sie erhalten jetzt auch Krankengeld für die Erkrankung ihres Kindes, wenn es zwölf Jahre oder älter ist. Bisher durften die gesetzlichen Krankenkassen den Lohnausfall der Eltern nur auffangen, wenn das erkrankte Kind noch nicht zwölf Jahre alt war. Diese Altersgrenze entfällt nun. Unter „behindert und auf Hilfe angewiesen“ versteht der Gesetzgeber, dass das Kind in seiner seelischen, geistigen oder körperlichen Entwicklung hinter seinen Altersgenossen zurücksteht – und zwar länger als sechs Monate. Ob diese Voraussetzungen auf ein Kind zuträfen, darüber entscheide der Medizinische Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung, erklärt die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK). Wenn aber beispielsweise für die Pflegeversicherung schon einmal festgestellt wurde, dass das Kind pflegebedürftig ist, verzichtet die Kasse auf eine erneute Begutachtung. Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für zehn Arbeitstage pro Jahr und Kind – es sei denn, der Arbeitgeber bezahlt die Freistellung. Alleinerziehende haben Anspruch auf zwanzig Arbeitstage pro Kind. Bei mehreren Kindern kann jeder Elternteil maximal an 25 Arbeitstagen zu Hause bleiben – Alleinerziehende an fünfzig Arbeitstagen. Allerdings müssen nicht nur die Eltern, sondern auch das Kind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein. EB
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