ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2001Diabetiker: Oft zu spät erkannt

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Diabetiker: Oft zu spät erkannt

Dtsch Arztebl 2001; 98(34-35): A-2142 / B-1818 / C-1710

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LNSLNS Bessere Versorgung gefordert

Knapp sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt, schätzt der Deutsche Diabetiker Bund e.V. (DDB). Die Zahl der Betroffenen steige. Viele Patienten würden nicht nach dem neuesten Stand der Forschung behandelt, beklagte der Bundesvorsitzende, Dr. oec. Klaus Fehrmann, bei der Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum in Kassel. Die 40 000 Mitglieder zählende Selbsthilfeorganisation fordert Regelungen für eine breite Früherkennung und Prävention sowie flächendeckende Betreuungssysteme. Jährlich würden 28 000 Fußamputationen infolge von Diabetes durchgeführt. Viele davon könnten vermieden werden, würden die Anzeichen früher erkannt. Weitere Folgeschäden seien rund 7 000 Erblindungen jährlich sowie Nierenschäden: Jeder zweite Dialysefall sei Diabetiker.
Die Selbsthilfeorganisation unterstützt die zügige Umsetzung des Antrags von SPD und Grünen: „Ziele der Qualitätssteigerung in der Diabetes-Versorgung“. Der Antrag, der am 21. Juni im Bundestag angenommen wurde, fordert eine bessere Versorgung der Diabetiker. Begründung: Die Erkrankung werde etwa fünf bis zehn Jahre zu spät erkannt, und 80 Prozent der Betroffenen würden unzureichend versorgt.


Zur Diabetes-Selbsthilfe gehört auch die Blutzuckermessung.
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