ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2001Gesundheitswesen: Die WHO legt nach

AKTUELL

Gesundheitswesen: Die WHO legt nach

Dtsch Arztebl 2001; 98(34-35): A-2142 / B-1818 / C-1710

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Deutsches Gesundheitssystem wird als nicht sehr effizient eingeschätzt.

Die Autoren des Weltgesundheitsreports 2000, herausgegeben von der WHO, haben eine Ergänzungsliste veröffentlicht. Sie führt 191 Länder in der Reihenfolge des Aufwand-Nutzen-Verhältnisses ihrer Gesundheitssysteme für die Jahre 1993 bis 1997 auf (BMJ 2001; 323; 307– 310). Deutschland belegt auf Rang 41 nur einen mittleren Platz, weit hinter Ländern wie Jamaica oder Marokko. Die Arbeit versucht zu werten, wie wirkungsvoll die Aufwendungen in den Ländern waren, um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen. Staatliche Gesundheitsausgaben (angepasst an Kaufkraft und landesübliche Preise) wurden auf einen messbaren Gesundheitsgewinn bezogen. Die Liste erlaube jedoch keine Aussage über die absolute Qualität der medizinischen Versorgung in den Ländern, betonen die Autoren. Am besten schnitt Oman ab. Das wird damit erklärt, dass der Wüstenstaat seine Kindersterblichkeit drastisch senken konnte. Berücksichtigt wurde auch der Bildungsgrad der Bevölkerung, weil Investitionen in das Erziehungswesen sich auch auf die öffentliche Gesundheit auswirken, so das Argument. Das ausgezeichnete Abschneiden von Ländern mit mediterranem Lebensstil wie Italien, Frankreich und Spanien spreche dafür, dass Lebens- und Ernährungsweisen ebenfalls wichtige Rollen für die Effizienz eines Gesundheitssystems spielten. Unter den Industrienationen belegen Japan Platz neun, Großbritannien Platz 24 und die USA Platz 72 der Liste. Auch Australien steht nicht gerade gut da: Das Vorbild für die DRGs liegt nur zwei Ränge vor Deutschland auf Platz 39.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema