ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2001Bekanntmachungen: Richtlinie zur Organtransplantation gemäß § 16 Transplantationsgesetz

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundes­ärzte­kammer

Bekanntmachungen: Richtlinie zur Organtransplantation gemäß § 16 Transplantationsgesetz

Dtsch Arztebl 2001; 98(34-35): A-2207 / B-1873 / C-1765

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LNSLNS „Anforderungen an die im Zusammenhang mit einer
Organentnahme und -übertragung erforderlichen Maßnahmen
zur Qualitätssicherung“

Gegenstand dieser Richtlinie sind die Anforderungen zur Qualitätssicherung in der Transplantationsmedizin. Die Bundes­ärzte­kammer erfüllt damit eine der Bestimmungen des „Gesetzes über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen“ (Transplantationsgesetz – TPG) vom 5. November 1997 (BGBL I Nr. 74
S. 2631). Die Bundes­ärzte­kammer stellt gemäß dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft in dieser Richtlinie Anforderungen für die im Zusammenhang mit einer Organentnahme und -übertragung erforderlichen Maßnahmen zur Qualitätssicherung (§ 16 Abs. 1 Ziffer 6 TPG) fest.
Die Anforderungen zur Qualitätssicherung im Rahmen dieser Richtlinie erstrecken sich zurzeit auf folgende Organe:
Niere, Leber (jeweils einschließlich Lebendspende), Pankreas, Lunge, Herz.
Die Transplantationszentren werden ferner gem. § 10 Abs. 2 Nr. 6 TPG verpflichtet, nach Maßgabe der Vorschriften des Fünften Buches Sozialgesetzbuch an Maßnahmen zur Qualitätssicherung teilzunehmen, die auch einen Vergleich mit anderen Transplantationszentren ermöglichen. Die vorliegende Richtlinie stellt die inhaltlichen Anforderungen für diese vergleichende Qualitätssicherung fest. Die organisatorische Realisierung der in der vorliegenden Richtlinie festgelegten Inhalte zur Qualitätssicherung erfolgt im Rahmen der gemäß § 137 Sozialgesetzbuch V geschaffenen Strukturen auf Bundesebene zur Qualitätssicherung im stationären Bereich durch das Bundeskuratorium Qualitätssicherung, das mit seiner Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) von der Bundes­ärzte­kammer, Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen, dem Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rungen sowie dem Deutschen Pflegerat (DPR) getragen wird.
Die Richtlinie gliedert sich in folgende Abschnitte:
1. Internes Qualitätsmanagement und extern vergleichende Qualitätssicherung der Ergebnisqualität
2. Anforderungen an Qualitätsindikatoren: Ergebnisqualität – organbezogen
3. Anforderungen an Qualitätsindikatoren: Ergebnisqualität – Lebendorganspende
4. Anforderungen an die vergleichende Qualitätssicherung im Umfeld der Transplantation: Prozessqualität der Spenderallokation, Wartelistenpflege, Organentnahme und Organverteilung
5. Anforderungen an Erhebungsparameter
6. Code: European Liver Transplant Registry Code
Im Anhang zu der Richtlinie sind Anforderungen an die organisatorische und methodische Umsetzung der Qualitätssicherung in der Transplantationsmedizin niedergelegt.
1 Der Wortlaut der Richtlinie ist als Sonderdruck bei der Bundes­ärzte­kammer, Dezernat III, Herbert-Lewin-Stra-
ße 1, 50931 Köln, Tel: 02 21/40 04-4 31, zu beziehen. Im Internet ist die Richtlinie unter www.aerzteblatt.de (Rubrik „Extra“) sowie www.baek.de abzurufen.
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