ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2001Differenzierte medikamentöse Schmerztherapie

BÜCHER

Differenzierte medikamentöse Schmerztherapie

Dtsch Arztebl 2001; 98(34-35): A-2175 / B-1882 / C-1756

Wörz, Roland

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LNSLNS Schmerztherapie
Klare Fakten
Roland Wörz: Differenzierte medikamentöse Schmerztherapie. 2., neu bearbeitete und ergänzte Auflage, Urban & Fischer Verlag, München, Jena, 2001, XV, 376 Seiten, 30 Abbildungen, 75 Tabellen, kartoniert, 88 DM
Das Lehrbuch vermittelt das gesamte Repertoire der modernen pharmakologischen Therapie entsprechend den Problemen, die dem schmerztherapeutisch tätigen Arzt täglich begegnen. In zehn Kapitel übersichtlich gegliedert, verständlich formuliert, aktuell, präzise, didaktisch geschickt, so muss ein Lehrbuch sein, das diesen Namen verdient. Sehr anregend sind die Einblicke in die klinischen Studien, die in diesem Werk erwähnt werden; denn darin zeigt sich, dass die Autoren ihr Fachgebiet nicht nur praktisch, sondern auch wissenschaftlich beherrschen.
Schwierige Themen, wie Schmerztherapie bei Organeinschränkung oder im Alter, bei Kindern und Jugendlichen, in Schwangerschaft und Stillzeit, werden bravourös behandelt.
Interessant wird das Buch auch durch den Bezug zu internistischen Erkrankungen. Die Vermittlung der physiologischen Grundlagen der Algesiologie gelingt mühelos, denn hier wird kein Ballast mitgeführt, sondern das Wichtige vom Unwichtigen getrennt. Dass nicht alte Zöpfe, sondern Neuigkeiten vermittelt werden, beweist die Darstellung aktueller pharmakologischer Entwicklungen: Seien es die TNF-a-Hemmer, die Cyclooxgenase-2-Inhibitoren, die neue Triptangeneration oder die wieder neu eingeführten synthetischen Opioide, sie werden in diesem Buch nicht vergessen. Apropos alte Zöpfe: Dieses Buch hat den Mut, ebensolche abzuschneiden und Mythen durch klare Fakten zu ersetzen, zum Beispiel wenn es die Sonderstellung des Pethidins gegenüber anderen Opioiden bei der Behandlung der Gallenkolik infrage stellt oder wenn es um den langen Abschied von der Gate-control-Theorie geht.
Kurzum, dieses Lehrbuch gehört auf den Schreibtisch eines jeden Schmerztherapeuten, der eine rationale und effektive Therapie schmerzkranker Patienten zum Ziel hat und den Anschluss an die modernen Entwicklungen nicht verlieren will. Stefan Wirz
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