ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2001Gesundheitspolitik: FDP will mehr Wettbewerb

AKTUELL

Gesundheitspolitik: FDP will mehr Wettbewerb

Dtsch Arztebl 2001; 98(36): A-2213 / B-1885 / C-1769

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Durch mehr Eigenverantwortung der Versicherten Kassen entlasten
Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Dieter Thomae, und der Obmann im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, Detlef Parr, fordern „ein schlüssiges Gesamtkonzept“ für eine Gesundheitsreform. Ein Kernpunkt der Forderungen der FDP ist die Abkopplung der Arbeitgeberbeiträge von der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung, um die Lohnnebenkosten zu entlasten. Diese Maßnahme könne nach Auffassung der FDP zur Wahl einer preisgünstigen Krankenkasse motivieren. Um die Eigenverantwortung der Versicherten zusätzlich zu stärken, wollen die Liberalen gesundheitsbewusstes Verhalten zum Beispiel mit Beitragsrückerstattungen belohnen. Darüber hinaus sollten Leistungen der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung auf das „medizinisch wirklich Notwendige“ beschränkt werden. Thomae und Parr betonen, dass statt der Budgetierung eine leistungsgerechte Vergütung der Ärztinnen und Ärzte angestrebt werden müsse. Durch eine bessere Patienteninformation bestünde die Möglichkeit, auch Alte, Schwache und Kranke zu einem Wechsel ihrer Krankenkasse zu motivieren. Auf diese Weise könnten die mitgliederstarken Krankenkassen, die zurzeit viele risikoreiche Patienten versichern, entlastet und der Ausbau des Risiko­struk­tur­aus­gleiches überflüssig werden.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema