ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2001Diabetes-Prävention durch Änderung der Lebensführung

MEDIZIN: Referiert

Diabetes-Prävention durch Änderung der Lebensführung

Dtsch Arztebl 2001; 98(36): A-2271 / B-1939 / C-1823

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LNSLNS Bei übergewichtigen Personen mit gestörter Glucosetoleranz entwickelt sich langfristig häufig ein manifester Diabetes mellitus Typ 2. Ob sich dies durch Änderung der Lebensführung beeinflussen lässt, war Thema einer finnischen Interventionsstudie.
522 übergewichtige Personen mittleren Alters mit einem BMI von im Mittel 31 und bereits eingeschränkter Glucosetoleranz wurden randomisiert einer Interventions- beziehungsweise einer Kontrollgruppe zugeordnet. Die Interventionsgruppe wurde individuell mit dem Ziel beraten, das Körpergewicht zu reduzieren, die Gesamtfettaufnahme und die Zufuhr gesättigter Fettsäuren zu vermindern, die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen und sich vermehrt körperlich zu bewegen. Als Zeichen einer erfolgreichen Intervention konnte in der Interventionsgruppe eine Gewichtsabnahme von 4,2 kg im ersten Beobachtungsjahr gegenüber 0,8 kg in der Kontrollgruppe festgestellt werden. In der Nachbeobachtungsphase von 3,2 Jahren kam es in der Kontrollgruppe bei 23 Prozent zu einem klinisch manifesten Diabetes mellitus, hingegen war dies nur bei elf Prozent der Patienten der Interventionsgruppe der Fall. Somit ließ sich nach Ansicht der Autoren eindrucksvoll demonstrieren, dass eine Änderung der Lebensführung bei Adipositas das Erkrankungsrisiko für Typ-2-Diabetes-mellitus signifikant senken kann. acc

Tuomilehto J et al.: Prevention of type 2 diabetes mellitus by changes in lifestyle among subjects with impaired glucose tolerance. N Eng J Med 2001; 344: 1343–1350.

Prof. Tuomilehto, National Public Health Institute, Department of Epidemiology and Health Promotion, Diabetes and Genetic Epidemiology Unit, Mannerheimintie 166, Fin-00300 Helsinki, Finnland.

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