VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2001; 98(36): A-2295 / B-1987 / C-1847

EB

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LNSLNS Prof. Dr. med. Friedrich Truss, von 1966 bis 1987 Leiter der Klinik und Poliklinik für Urologie der Universität Göttingen, starb am 27. Juli im Alter von 79 Jahren.
Der aus Kassel stammende Arzt und Wissenschaftler wurde 1949 zum Dr. med. promoviert. Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der Chirurgischen Universitätsklinik Göttingen, wo er sich 1960 habilitierte. Zwei Jahre später wurde er zum Oberarzt ernannt. Er war maßgeblich dafür verantwortlich, dass 1966 eine eigenständige urologische Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik und 1973 die Urologische Universitätsklinik in Göttingen entstand. Er leitete diese Klinik bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1987.

Prof. Dr. med. Emil Sebastian Bücherl, ehemaliger Ordinarius für Chirurgie am Klinikum Charlottenburg der Freien Universität Berlin, ein Pionier der experimentellen Herz- und Gefäßchirurgie in Deutschland, starb am 28. Juni im Alter von 81 Jahren an den Spätfolgen eines Unfalls.
Der aus Furth im Wald stammende Arzt und Wissenschaftler war mehr als zwei Jahrzehnte lang Klinikdirektor und Professor für Chirurgie an der FU Berlin. 1988 wurde er emeritiert. Als einer der ersten Deutschen nahm er 1957 mit der Herz-Lungen-Maschine eine Operation am offenen Herzen vor. Der renommierte Herzchirurg war Erfinder des „Berliner Kunstherzens“. Bücherl machte sich seit Anfang der Sechzigerjahre vor allem durch Forschungen zur Entwicklung des künstlichen Herzens einen Namen. Den ersten Prototypen testete er 1982 an Kälbern und Schafen. Einige von ihnen überlebten ein ganzes Jahr mit der eingesetzten künstlichen Blutpumpe.
Bücherl studierte ab 1938 an den Universitäten München, Rom und Heidelberg. Nach Promotion an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg kam er als Sanitätsoffizier an die Ostfront, setzte ab Ende 1945 seine Weiterbildung an der Chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses Amberg fort und war ab 1951 an den Pathologischen, Physiologischen und Chirurgischen Instituten der Universitäten München und Göttingen tätig. Nach Studienaufenthalt an europäischen und amerikanischen Herzchirurgie-Zentren war er Assistent an der Chirurgischen Universitätsklinik Göttingen, wo er sich mit dem Thema „Über ein künstliches Herz-Lungensystem“ habilitierte. 1964 wurde er Chefarzt an der Chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses Neukölln. 1969 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Chirurgie am Universitätsklinikum Charlottenburg, wo er bis zu seiner Emeritierung wirkte. EB
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