Supplement: Praxis Computer

AnonymisierungsDienst für Surfer

Dtsch Arztebl 2001; 98(36): [26]

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Technische Universität Dresden hat eine intuitiv zu bedienende Open-Source-Software entwickelt, die es jedem Surfer ermöglicht, die eigenen Datenspuren im Internet zu verwischen und sich so vor professionellen Datensammlern zu schützen. Die Software kann unter der Adresse http:// anon.inf.tu-dresden.de heruntergeladen werden. Sie ist sowohl für Einzel- als auch für Mehrbenutzer konfigurierbar.
Das System besteht aus einem Client-Programm (JAP) und mehreren über das Internet verbundenen Servern. Das JAP arbeitet als Proxy (Zwischenspeicher, zum Beispiel für WWW-Browser) und ist über das Internet mit dem Anonymisierungsdienst verbunden. Dieser besteht aus mehreren hintereinander geschalteten Zwischenstationen. Jede dieser Stationen sammelt zunächst Nachrichtenpakete von mehreren Nutzern, bevor diese umkodiert und umsortiert wieder ausgegeben werden. Die Pakete sind dabei mehrfach verschlüsselt; das Umkodieren besteht somit im Wesentlichen aus einer Entschlüsselung. Ein Nutzer ist anonym innerhalb der Gruppe sämtlicher Nutzer des Anonymisierungsdienstes. Durch die Umkodierung erhalten ein- und ausgehende Datenpakete ein anderes Erscheinungsbild. Dadurch kann selbst ein Angreifer, der alle Leitungen überwacht, nicht entscheiden, welche Eingabe- zu welcher Ausgabenachricht gehört. Sämtliche Pakete sind gleich groß, sodass auch anhand dieser Eigenschaft keine Verkettung von Ein- und Ausgabe hergestellt werden kann.
JAP ist ein Java-Programm und somit auf gängigen Plattformen (Windows, Macinstosh, Linux, Solaris etc.) einsetzbar. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Unabhängigen Landeszentrum für den Datenschutz Schleswig-Holstein durchgeführt und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. EB
Informationen: Technische Universität Dresden, Institut für Systemarchitektur, 01062 Dresden, Telefon: 03 51/4 63 82 47, jap@inf.tu-dresden.de
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema