ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Blockadehaltung: Ulla Schmidt kritisiert die Krankenkassen

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Blockadehaltung: Ulla Schmidt kritisiert die Krankenkassen

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2304 / B-1966 / C-1849

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LNSLNS Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin beklagt steigende Verwaltungskosten.
Ulla Schmidt hat den Krankenkassen vorgeworfen, zu wenig zur Eindämmung ihrer Kosten zu tun. Die Kassen riefen nach Steuergeldern und unternähmen selbst keine „ausreichenden Anstrengungen“, um die Kosten in den Griff zu bekommen, sagte die Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin der „Neuen Osnabrükker Zeitung“.
Als Beispiel nannte Ulla Schmidt, dass die Verwaltungskosten der Krankenkassen mit vier Prozent überdurchschnittlich gestiegen seien: „Hier müssten die Kassen Vorbild sein, statt selbst zur überflüssigen Ausgabensteigerung beizutragen.“
Bevor man überhaupt daran denken könne, mehr Geld ins System zu schießen, sollten die Kassen selber Vorschläge zur Eindämmung ausufernder Kosten machen und sie dann auch umsetzen: „Da ist aber leider weitgehend Funkstille.“ Umso schlimmer sei es, dass die Spitzenorganisationen der Krankenkassen nahezu jeden neuen Vorschlag blockierten, so auch die Einführung des Arzneimittelpasses.
Die Ge­sund­heits­mi­nis­terin mutmaßt, dass die Krankenkassenorganisationen offenbar viele Einsparmöglichkeiten ungenutzt lassen, weil sie sich auf die Budgets verlassen. „Sie übersehen dabei, dass die Budgets bei dieser passiven Haltung irgendwann explodieren müssen“, warnte Ulla Schmidt.


Den Blick geschärft? Diesmal hat Ulla Schmidt die Krankenkassen im Visier. Foto: ddp
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