ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Nigeria: Kostenfreie Medikamente für Aids-Kranke

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Nigeria: Kostenfreie Medikamente für Aids-Kranke

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2304 / B-1966 / C-1849

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LNSLNS 15 000 HIV-Infizierte werden mit importierten Generika versorgt.
Als erstes afrikanisches Land will Nigeria die Behandlung Tausender Aids-Kranker mit importierten Generika finanzieren. In den kommenden Wochen würden 15 000 mit dem tödlichen HI-Virus infizierte Menschen mit in Lizenz hergestellten Medikamenten aus Indien versorgt, teilte der nigerianische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Alphonsus Nwosu in Abuja mit. Die Vereinten Nationen und die Weltbank unterstützten die nigerianische Initiative. Das bevölkerungsreichste afrikanische Land ist mit 2,6 Millionen Infizierten besonders stark von der tödlichen Immunschwäche betroffen.
Nach dem Klageverzicht westlicher Pharmaunternehmen gegen Südafrika im April erlaubt die nigerianische Regierung zudem künftig die kommerzielle Einfuhr kostengünstiger Nachahmer-Medikamente. Die Generika können zu einem Bruchteil der Kosten der patentierten Originalmedikamente hergestellt werden, weil die Forschungskosten entfallen. Nach massivem öffentlichen Druck hatten westliche Pharmaunternehmen eine Klage gegen ein südafrikanisches Gesetz zurückgezogen, das mittellosen Patienten den Zugang zu preisgünstigen Medikamenten ermöglicht sowie Import und Herstellung von Generika erlaubt.
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