ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Bundes­aus­schuss: Richtlinien zur Soziotherapie

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Bundes­aus­schuss: Richtlinien zur Soziotherapie

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2305 / B-1967 / C-1850

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LNSLNS Regelungen sollen zum 1. Januar in Kraft treten.
Erstmals hat der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen Soziotherapie-Richtlinien beschlossen. Sie regeln Durchführung, Indikation, Leistungsinhalt und Umfang der Soziotherapie sowie die Genehmigung und die Zusammenarbeit von Ärzten und anderen Leistungserbringern.
Den Richtlinien zufolge kann eine Soziotherapie verordnet werden, wenn sich dadurch eine Krankenhausbehandlung vermeiden oder verkürzen lässt. Verordnungsberechtigt sind Nervenärzte und Psychiater. Andere Vertragsärzte können bis zu drei Therapieeinheiten verordnen, um einen Patienten zu motivieren, eine Überweisung zu einem Nervenarzt oder Psychiater wahrzunehmen. Eine soziotherapeutische Behandlung muss durch die Krankenkasse genehmigt werden. Die Kassen definieren auch die Qualifikation der Soziotherapeuten.
Anspruch auf Soziotherapie haben Patienten, die wegen schwerer psychischer Erkrankungen nicht in der Lage sind, ärztliche oder ärztlich verordnete Leistungen selbstständig in Anspruch zu nehmen. Die Therapie soll ihnen helfen, psychosoziale Defizite abzubauen, und so eine selbstständige Leistungsinanspruchnahme ermöglichen.
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