ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001„Ganz geringer Anfangsverdacht“

POLITIK

„Ganz geringer Anfangsverdacht“

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2311 / B-1973 / C-1856

afp

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LNSLNS In der Lipobay-Affäre hat die Staatsanwaltschaft Köln am 4. September ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Bayer-Konzerns eingeleitet. Es bestehe der Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Kapischke. Geprüft werde, ob Bayer den mit mehr als 50 Todesfällen in Verbindung gebrachten Cholesterinsenker Lipobay möglicherweise fahrlässig in den Verkehr gebracht habe. Kapischke zufolge gibt es derzeit keine namentlich Beschuldigten bei dem Pharmakonzern: „Wir haben einen ganz geringen Anfangsverdacht.“ Der Bayer-Konzern wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Auf den gegen Bayer geprüften Vorwurf der Fahrlässigkeit steht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Vorsatz bis zu drei Jahren. Die vier Strafanzeigen gegen Bayer stammen nach Angaben der Kölner Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt von vier Männern, deren Wohnorte die Strafverfolger nicht nennen wollten. Laut Kapischke sollen zwei der Anzeigenerstatter Lipobay-Konsumenten sein, die jedoch selbst keine Beschwerden nach Einnahme des Mittels beschrieben hätten. Die beiden anderen seien persönlich offenbar nicht von den Vorgängen um Lipobay betroffen. afp
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