ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Raus aus dem Jammertal: Erster Schritt zur Befreiung

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

Raus aus dem Jammertal: Erster Schritt zur Befreiung

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2334 / B-1998 / C-1775

Glatzel, Ullrich

zu unserer Berichterstattung vom 104. Deutschen Ärztetag über Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte von Jens Flintrop in Heft 22/2001
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LNSLNS Lange habe ich auf einen Stimmungswechsel in Politik und Gesellschaft, aber insbesondere bei unseren Standesvertretern gewartet. Wo doch bislang eine Generation von gesättigten realitätsfernen hierarchisch geordneten Delegierten versucht hat, ihre Position durch Machtinstinkt zulasten der arbeitenden Chargen zu verbessern. Die Zielsetzung ist formuliert, Arbeiten im ärztlichen Beruf muss neben Erfüllung in eben diesem Berufsstand auch die gesetzlich gewürdigte ausreichende Vergütung berücksichtigen.
Neben AiP . . . und ständig real negativen Gehaltsabschlüssen sind wir Klinikärzte weit weniger standesgemäß bezahlt, als es sich die Gesellschaft einschließlich unserer Vertreter vorstellt.
Wir haben summarisch hinter uns: unbezahltes PJ, AiP, Assistentengehalt, im Verlauf keine Überstundenbezahlung mehr (früher gab es das einmal), im Verlauf keine adäquate Dienstvergütung für Ruf- und Nachtdienst (wer kam überhaupt auf die Idee, man könnte bei 100 Prozent Anwesenheit nur 80 Prozent arbeiten, also nur 80 Prozent bezahlt werden?), im Verlauf Ausgleich der Dienstvergütung durch Freizeitausgleich, keine Niederlassungsfreiheit, Punktwerte und Budgetierung.
So stelle ich mir die Gretchenfrage als Familienvater, somit Alleinverdiener einer fünfköpfigen Familie:
Was nützen mir weiterer Freizeitausgleich und Personalaufstockung? . . .
Dr. Ullrich Glatzel,
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik,
Ludwig-Guttmann-Straße 13, 67071 Ludwigshafen
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