ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Selbstdarstellung: Knigge und die Gesundheitspolitik

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Selbstdarstellung: Knigge und die Gesundheitspolitik

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2341 / B-2025 / C-1878

Fulda, Ulrich E.

Zur Darstellung ärztlicher Repräsentanten mit voller Titelaufzählung:
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LNSLNS In der Berichterstattung zur Gesundheitspolitik und leider immer wieder auch prominent auf „Seite eins“ fällt mir auf, dass von den meisten Personen, mit denen die Ärzte sich in der Politik auseinandersetzen, oft sehr respektlos gesprochen wird. Dies betrifft die Ge­sund­heits­mi­nis­terin ebenso wie auch den Bundeskanzler selbst. Meist ist nur von „Frau Schmidt“ beziehungsweise „Herrn Schröder“ die Rede, während ärztliche Standespolitiker mit vollem Titel und allen „Sportabzeichen“ („Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult.“ etc.) dargestellt werden. Ich meine, gerade wir Ärzte sollten allen Menschen mit dem gebührenden Respekt begegnen und die Spielregeln des Anstandes und der Höflichkeit einhalten. Ansonsten nähren wir weiter das (Vor-?)Urteil der Arroganz und narzisstisch übertriebenen Selbstdarstellung.
Vor geraumer Zeit bereits hatte ein Kollege vorgeschlagen, zumindest in redaktionellen Texten auf das Aufzählen sämtlicher Titel der betreffenden Ärzte zu verzichten. Dies käme im Übrigen auch der Lesbarkeit der Texte zugute und könnte ein Zeichen setzen, dass wir uns selbst weniger wichtig nehmen als die Menschen, mit denen wir zu tun, zu arbeiten, zu leben haben.
Dr. med. Ulrich E. Fulda, Unterrüsselbach 1, 91338 Igensdorf
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