ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Leichenschau: Klärungsbedarf

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Leichenschau: Klärungsbedarf

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2342 / B-1996 / C-1878

Andor, Michael

Zu der Mitteilung der Bundes­ärzte­kammer „Abrechnung der Leichenschau“ in Heft 25/2001:
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LNSLNS GOÄ-GOP Nr. 50 Besuch, einschließlich Beratung und Untersuchung 320 Punkte. Der Begriff „Besuch“ definiert sich hier nach dem gesunden Menschenverstand als das Sichhinbegeben zum Ort des Geschehens zum Zwecke der Leistungserbringung. Wenn die Begriffe „Beratung“ und „Untersuchung“ in diesem Zusammenhang als obligater Bestandteil von jedem Hausbesuch und nicht als Ausschlusskriterium für eine Parallelabrechnung zu verstehen wäre (wie tatsächlich historisch entstanden, siehe hierzu auch GOÄ I/2. Allg. Bestimmungen c/in der Fassung vom 18. März 1965), dann könnte der Notarzt das Aufsuchen eines Bewusstlosen oder der Hausarzt den Besuch eines taubstummen Patienten zum Beispiel ausschließlich zum Zwecke der Fädenentfernung auch nicht abrechnen.
Somit ist das pflichtgemäße Aufsuchen einer Leiche zwecks Leichenschau eine zumindest in analoger Weise abrechnungsfähige Leistung. Hier sehe ich Klärungsbedarf . . .
Michael Andor, Elisabethenstraße 9, 64521 Groß-Gerau
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