ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Das Konzept des Wächterlymphknotens: Statistische Angaben fehlerhaft

MEDIZIN: Diskussion

Das Konzept des Wächterlymphknotens: Statistische Angaben fehlerhaft

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2365 / B-2021 / C-1897

Kütz, Ulrich

zu dem Beitrag Stand und klinische Bedeutung von Prof. Dr. med. Peter Heidenreich Dr. med. Harry Vogt Dr. med. Dieter Bachter Dr. med. Herbert Büchels Dr. med. Dieter Steinfeld Dr. med. Friedhelm Wawroschek Dipl.-Psych. Hermann Wengenmair Dr. med. Theodor Wagner in Heft 9/2001
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LNSLNS Die statistischen Angaben in den Tabellen 4 und 5 passen so nicht zusammen! Aus den Angaben müsste sich zwanglos die berühmte Kreuzklassifikation auf der Ebene „komplette Axilladissektion“ (Tabelle 3) und „Restaxilla“ (Tabelle 4) bilden lassen. Dabei zeigt sich jedoch, dass alle drei in Tabelle 4 benannten Autoren offensichtlich qualitativ unterschiedliche Angaben machen. So fällt bei Veronesi auf, dass die negativen SLN-Befunde mit 203 (Tabelle 3) und die positiven SLN-Befunde mit 168 (Tabelle 4) als Summe nur 371 ergeben. Die Zahl der Patienten wird jedoch mit 376 angegeben. Bei Borgstein gibt es keinen Unterschied in der Systematik der Tabellen 3 und 4. Die Anzahl der positiven Befunde wird für die komplette Axilladissektion mit dem gleichen Wert angegeben wie bei der Restaxilla, nämlich 18. So ergeben sich für die komplette Axilladissektion ebenso 18 richtigpositive (und damit 26 falschpositive Befunde des SLN) wie für die Restaxilla. Das kann jedoch nicht sein, da per Definition die Dissektion der kompletten Axilla den SLN mit beinhalten muss. Lediglich die als „eigene Ergebnisse“ gekennzeichneten Zahlen entsprechen den Erfordernissen unterschiedlich angegebener Qualitäten. So ergeben sich für die komplette Axilladissektion 35 richtigpositive (und damit kein falschpositiver Befund des SLN) für die Restaxilla 11 richtigpositive und 24 falschpositive Befunde des SLN. Die Auswertungen der angegebenen anderen Autoren können deshalb nicht als Verifikation der „eigenen“ Ergebnisse herangezogen werden.

Dr. med. Ulrich Kütz
Dijonstraße 13, 28211 Bremen

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