ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2001Liebe und Leidenschaft in Mozarts Opern

VARIA: Bücher

Liebe und Leidenschaft in Mozarts Opern

Dtsch Arztebl 2001; 98(37): A-2369 / B-2025 / C-1901

Deininger, Bernd; Remmler, Helmut

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LNSLNS Bernd Deininger, Helmut Remmler: Liebe und Leidenschaft in Mozarts Opern. Eine psychologische Deutung. Kösel-Verlag, München, 2000, 228 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 39,90 DM
Es lohnt sich, Mozarts Opern intensive Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht nur wegen der Schönheit der Musik, sondern auch, weil Handlung, Arien und Figuren einiges preisgeben, was jeden Menschen betrifft. Gerade in seinen Opern wird der Komponist zum umfassendsten musikalischen Gestalter von Charakteren und Seelenerlebnissen. Die Autoren, Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytiker, zeigen anhand der Opern „Die Entführung aus dem Serail“, „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“ sowie „Die Zauberflöte“ auf, wie differenziert Mozart die einzelnen Charaktere herausgearbeitet hat. Zum besseren Verständnis erläutern sie auch den Inhalt, die Entstehung und den historischen Kontext der jeweiligen Opern.
Die einzelnen Protagonisten werden dann in ihren Handlungsweisen genauer analysiert. Dabei wird immer wieder deutlich, dass sich Mozart an wirklichen Menschen und nicht an Wunschvorstellungen orientierte. So wurde Belmonte nicht als idealistische Heldenfigur, sondern als Mensch dargestellt, der auch Angst und Unsicherheit zeigt. Diese und andere Erkenntnisse erschließt die Lektüre des Buches, das anschaulich und unterhaltsam geschrieben ist. Dass man möglicherweise nicht alle Ausführungen der Autoren nachvollziehen kann, mindert das Lesevergnügen nicht. Gisela Klinkhammer
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