ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2001Der „Fall Lipobay“: Rückzieher

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Der „Fall Lipobay“: Rückzieher

Dtsch Arztebl 2001; 98(38): A-2388 / B-2039 / C-1914

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LNSLNS Das BfArM zieht die Vorwürfe gegen Bayer überraschend zurück.
Die Bayer AG hat aus Sicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Fall des Cholesterinsenkers Lipobay doch keine sicherheitsrelevanten Informationen zurückgehalten. Das Institut erklärte am 13. September in Bonn, dieser Vorwurf sei nach einer gemeinsamen Aufklärung des Sachverhalts nicht länger zu erheben.
Bayer habe die wichtigen Informationen zur Gegenanzeige mit Gemfibriozil im europäischen Verfahren den zuständigen Behörden in Großbritannien mitgeteilt. Von dort sei die Nachricht an die Aufsichtsbehörden der anderen Mitgliedstaaten einschließlich des Bonner Bundesinstituts gelangt. Die Behörde merkte allerdings an, Bayer hätte seine Informationen nach dem Arzneimittelgesetz parallel auch direkt nach Bonn senden können. Das Unternehmen habe dazu aber eine andere Auffassung.
Ende August hatte der Präsident des Bundesinstituts, Harald Schweim, noch angekündigt, Bayer müsse nach einem Anhörungsverfahren mit einem Bußgeld rechnen. Am 4. September hatte die Kölner Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem vom Markt genommenen Lipobay ein Ermittlungsverfahren gegen leitende Mitarbeiter der Bayer AG eingeleitet. Dabei solle ermittelt werden, ob Verantwortliche des Pharmakonzerns ein bedenkliches Arzneimittel fahrlässig in den Handel gebracht haben.
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