ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2001Südafrika: Aids inzwischen häufigste Todesursache

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Südafrika: Aids inzwischen häufigste Todesursache

Dtsch Arztebl 2001; 98(38): A-2389 / B-2061 / C-1913

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LNSLNS Unter den 15- bis 49-jährigen Südafrikanern sterben die meisten an den Folgen von Aids.

Aids ist zur häufigsten Todesursache in Südafrika geworden. Vierzig Prozent der Todesfälle von Menschen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren sind nach einem am 16. September in Johannesburg veröffentlichten Bericht des Medizinischen Forschungsrates auf die Immunschwächekrankheit zurückzuführen. Sollten keine wirksamen Behandlungs- oder Vorsorgemaßnahmen gefunden beziehungsweise getroffen werden, sei bis zum Jahr 2010 mit sechs Millionen Aids-Toten zu rechnen, heißt es in dem in der Zeitung „Sunday Times“ veröffentlichten Bericht. Die niederschmetternde Prognose basiert auf Statistiken des südafrikanischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums und von Versicherungsgesellschaften.
Im Falle der weiteren Ausbreitung von Aids werde sich die Zahl von Todesfällen unter Kindern zwischen einem und fünf Jahren bis zum Jahr 2010 verdreifachen. Aids wäre somit in neun Jahren für zwei Drittel aller Todesfälle in Südafrika verantwortlich, das Bevölkerungswachstum des Landes würde stagnieren.
Anfang August hatte Präsident Thabo Mbeki unter Berufung auf Statistiken aus dem Jahr 1995 noch betont, die Immunschwächekrankheit sei weit davon entfernt, eine der häufigsten Todesursachen Südafrikas zu werden.
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