ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2001Todesstrafe: Plädoyer für Abschaffung

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Todesstrafe: Plädoyer für Abschaffung

Dtsch Arztebl 2001; 98(38): A-2412 / B-2081 / C-1932

Korzilius, Heike

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LNSLNS Europarat und EU-Parlament: Todesstrafe verletzt Menschenrechte.
Der Europarat und das europäische Parlament appellieren an alle Länder der Welt, die Todestrafe endgültig abzuschaffen. Während des ersten „Weltkongresses gegen die Todestrafe“, der vom 21. bis 23. Juni in Straßburg stattfand, erinnerten Politiker und Menschenrechtsexperten aus aller Welt daran, dass die Todesstrafe die grundlegendsten
Menschenrechte verletze und keineswegs
abschreckender als andere Strafen sei.
Obwohl mehr als die Hälfte aller Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, wurden im letzten Jahr 3 058 Menschen zum Tode verurteilt und 1 457 hingerichtet – darunter 1 000 in China, gefolgt von Iran, Saudi-Arabien und den USA. Besonders kritisiert wurden die USA und Japan, die „als moderne Demokratien auf diese Barbarei endlich verzichten sollten“. Um den Druck auf die USA zu verstärken, plant die Parlamentarische Versammlung des Europarates, deren „Beobachterstatus“ im Europarat zu streichen. Der Kongress endete mit der Veröffentlichung des „Straßburger Appels für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe“. Die Veranstalter planen, den 22. Juni weltweit zum Tag gegen die Todesstrafe zu machen. HK

Mit der Beteiligung von Ärzten an Hinrichtungen beschäftigte sich eine Reportage im Deutschen Ärzteblatt (Heft 18/1999).
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