ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2001Bereitschaftsdienst: Unverständliche Panikmache

BRIEFE

Bereitschaftsdienst: Unverständliche Panikmache

Dtsch Arztebl 2001; 98(38): A-2421 / B-2090 / C-1941

Debertshäuser, Detlev

Zu dem Beitrag „Das große Schweigen“ von Jens Flintrop in Heft 27/2001:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die allgemeine Panikmache zu den möglichen Folgen des EuGH-Urteils ist mir ganz und gar nicht verständlich.
« Stationsarbeit, Diktate und elektive OPs gehören per definitionem nicht in den Bereitschaftsdienst, somit werden doch die meisten für den Katalog geforderten Operationen sowieso im normalen Tagesprogramm vorgenommen. Es kann also prinzipiell kein Problem für die Weiterbildung sein, wenn der Bereitschaftsdienst wegfällt? Oder würden eventuell die Tausenden – eigentlich nicht legal im Bereitschaftsdienst (gleich Ruhezeit?) versteckten – Überstunden auf einmal zutage treten?
¬ Die finanzielle Belastung der Krankenhäuser wäre bei weitem nicht so hoch wie immer beklagt: Auch wenn die – uns bisher vorenthaltenen – Feiertags- und Nachtdienstzuschläge bei Schichtdienst gezahlt werden müssten, ergeben sich doch auch erhebliche Einsparungen: Bei Anwesenheitspflicht zum Beispiel eines Oberarztes, eines Assistenten und eines AiP beläuft sich nämlich zurzeit die Aufwendung der Klinik für ein ganzes Jahr auf über 400 000 DM. Hiermit dürfte wohl zusammen mit einigen neuen Stellen eine Umstrukturierung der Dienste – wahrscheinlich sogar kostenneutral – zu finanzieren sein.
Dr. med. Detlev Debertshäuser, Wilhelmstraße 93, 63071 Offenbach
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema