ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2001Psychoanalyse: Paracelsus goes „Psychoanalyse“

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Psychoanalyse: Paracelsus goes „Psychoanalyse“

Dtsch Arztebl 2001; 98(38): A-2423 / B-2092 / C-1943

Riemer, Martin

Zu dem Beitrag „Schwierige Evaluation“ von Petra Bühring in Heft 30/2001:
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LNSLNS „Therapeuten mit besonders langer psychoanalytischer Selbsterfahrung hatten als Behandler besonders schlechte Ergebnisse.“ – Wer diesen Passus liest, wird unweigerlich an Paracelsus erinnert, dem zufolge es auf die Menge ankommen solle, ob ein Ding ein Gift oder eine Medizin sei. Dem objektiven Betrachter drängt sich der Eindruck auf, je weniger psychoanalytisch der Analytiker, desto besser für den Patienten. Ist es dann aber noch zu rechtfertigen, diese modifizierte Behandlungsform „Psychoanalyse“ zu nennen? Oder empfiehlt es sich nicht zur Abgrenzung von Freud, der den Begriff vor dem Hintergrund des Wissenschaftsverständnisses des späten 19. Jahrhunderts einst erschuf, für die „wirksame Form der Psychoanalyse“ einen neuen Namen zu finden, der den Begriff nicht länger beinhaltet? Schon allein, damit die ewigen Grabenkriege unter den Therapeuten endlich aufhören, deren Leidtragende letztlich nur die Patienten und Beitragszahler sind.
Martin Riemer, Rechtsreferendar, Torfstichweg 24, 33613 Bielefeld
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