ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2001Östrogensubstitution und Ovarialkarzinom

MEDIZIN: Referiert

Östrogensubstitution und Ovarialkarzinom

Dtsch Arztebl 2001; 98(38): A-2448 / B-2090 / C-1958

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LNSLNS Die postmenopausale Östrogensubstitution führt laut heutiger Erkenntnis zu einem erhöhten Auftreten von hormonabhängigen Tumoren wie Mamma- und Endometriumkarzinomen. Zum Ovarialkarzinom liegen diesbezüglich widersprüchliche Aussagen vor.
Daten der American Cancer Prevention Study II, die jetzt im JAMA publiziert wurden, konnten einen Zusammenhang auch für das Ovarialkarzinom und den Einsatz von Östrogenen aufzeigen. In der Studie war es in den Jahren von 1982 bis 1996 bei 211 581 Frauen zu 944 Todesfällen durch Ovarialkarzinome gekommen. Für die postmenopausale Östrogensubstitution zeigte sich ein insgesamt 1,5-fach erhöhtes relatives Risiko eines Ovarialkarzinoms. Vor allem eine Östrogenanwendung von zehn Jahren und länger war mit einem deutlich erhöhten (bis 2,2-fachen) Risiko verbunden. Nach Beendigung der Therapie sank dieses erhöhte Risiko zwar im Verlauf von Jahren wieder ab, erreichte aber nicht wieder die normalen Ausgangswerte. acc

Rodriguez C et al.: Estrogen replacement therapy and ovarial cancer mortality in a large prospective study of US women. JAMA 2001; 285: 1460–1465.

Carmen Rodriguez MD, American Cancer Society, 1599 Clifton Rd NE, Atlanta, GA 30329–4251, USA.

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