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LNSLNS Prof. Dr. med. Werner Knapp, ehemaliger Leiter des Instituts für Klinische Mikrobiologie und Infektionshygiene an der Universität Erlangen-Nürnberg, wurde am 9. September 80 Jahre alt.
Der gebürtige Tübinger arbeitete seit 1946 am Hygiene-Institut der Universität Tübingen. Zum Dozenten für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie wurde er 1954, zum außerplanmäßigen Professor 1959 ernannt. 1963 berief ihn die Universität Bern auf das Extraordinariat für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Seine Berufung auf den Lehrstuhl für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie und die Ernennung zum Vorstand des Instituts für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Universität Erlangen-Nürnberg erfolgte 1967. Er wurde 1974 Vorstand des Institutes für Klinische Mikrobiologie und Infektionshygiene. 1983 wurde Prof. Knapp emeritiert.
Sein besonderes Engagement galt der Ausbildung von Studenten der Medizin und Pharmazie. Auf wissenschaftlichem Gebiet befaßte sich Knapp vor allem mit Fragen aus der klinisch-mikrobiologischen Diagnostik und der experimentellen Grundlagenforschung. Eine große Zahl der auch international anerkannten Arbeiten befaßte sich mit Untersuchungen zur bakteriologisch-serologischen Diagnose und besonderen klinischen Bedeutung der enteralen Yersiniosen unter den bakteriellen Darminfektionen.
Von 1966 bis 1978 war Prof. Knapp Vorsitzender eines internationalen Subkomitees zur Erforschung der zu Yersiniosen, Pasteurellosen und Tularaemie führenden Infektionserreger.


Sanitätsrat Dr. med. Karl Hans Metzner, niedergelassener Internist aus Mainz, wurde am 12. September 75 Jahre alt.
Karl Hans Metzner, in Mainz geboren, ist seit vielen Jahren in der ärztlichen Berufspolitik aktiv. Bereits 1959 wurde er zum Vorsitzen-den der Bezirksärztekammer Rheinhessen gewählt. Als Arzt der "ersten Stunde" engagierte er sich als Vorsitzender der niedergelassenen Nichtkassenärzte in Rheinland-Pfalz für die freie Berufsausübung der jungen Ärztinnen und Ärzte.
Von 1959 bis 1986 war Dr. Karl Hans Metzner Erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinhessen (Mainz). Ab 1985 war er Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Mitglied des Vorstandes der Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz wurde er 1954. Im Hartmannbund war er zunächst stellvertretender Vorsitzender und dann, von 1969 bis 1972, Vorsitzender dieses Ärzteverbandes. Für seinen Einsatz in der ärztlichen Fortbildung ehrte ihn der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer 1968 mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette. 1991 erhielt er die Günther-Budelmann-Medaille des Berufsverbandes der Deutschen Internisten e.V. Metzner ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse (1971). Einen Namen hat sich Dr. Metzner auch als Sachkenner der Medizinischen Informatik und Datenverarbeitung in der Medizin erworben. In den letzten Jahren war Metzner wiederholt als Arzt bei humanitären Hilfsaktionen im Einsatz, so unter anderem in Afrika und in Rußland.

Dr. med. Klaus Dehler, niedergelassener Internist aus Nürnberg, wurde am 15. September 70 Jahre alt.
Der in Erlangen geborene Arzt engagierte sich auf vielen Ebenen in der ärztlichen Berufspolitik und in der Kommunalpolitik. 1952 wurde er Mitglied des Vorstandes des Marburger Bundes, Landesverband Bayern, von 1958 bis 1967 war er dessen Erster Vorsitzender (seither dessen Ehrenvorsitzender). Vorstandsmitglied des Ärztlichen Kreisverbandes und des Ärztlichen Bezirksverbandes Nürnberg war Dehler seit 1953, von 1955 an war er Mitglied des Vorstandes der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer. Von 1963 bis 1967 und wiederum seit 1972 war er im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns tätig, deren stellvertretender Vorsitzender er in der Zeit von 1984 bis 1992 war. Von 1985 bis 1986 war Dehler Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in deren Gremien er aktiv mitwirkte, insbesondere im Ausschuß für die Reform des EBM. Von 1952 bis 1954 war Dehler Stadtrat in Nürnberg, von 1954 bis 1966 Mitglied des Bayerischen Landtages (für die FDP). Dehler war von 1984 bis 1992 Erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV), Köln. Auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG gehörte Dehler lange Jahre an. Dr. Dehler ist vielfach ausgezeichnet worden, so u. a. mit der Wilhelm-von-Humboldt-Plakette des Bundesverbandes der Freien Berufe e.V. Während des 96. Deutschen Ärztetages 1993 in Dresden wurde Dr. Dehler mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft geehrt. EB


Prof. Dr. med. Dr. med.
h. c. mult. Otto Prokop, Berlin, feierte am 23. September seinen 75. Geburtstag.
Nach Medizinstudium und Staatsexamen in Bonn trat Prokop als Assistent in das von Professor Dr. med. Herbert Elbel geleitete Institut für gerichtliche Medizin der Universität Bonn ein, wo er sich habilitierte. Bereits mit 35 Jahren wurde Otto Prokop 1956 auf den Lehrstuhl für gerichtliche Medizin der Medizinischen Fakultät (Charité) der Humboldt-Universität Berlin berufen, den er bis zu seiner Emeritierung 1987 innehatte. Neben dem Berliner Institut leitete Prokop mehrere Jahre kommissarisch die gerichtsmedizinischen Institute der Universitäten Leipzig und Halle. Außer der klassischen gerichtlichen Medizin galt sein Interesse vor allem der Genetik und Blutgruppenserologie sowie der okkulten und Paramedizin. Selten hat ein Gerichtsmediziner so wie Prokop medizinische Nachbardisziplinen angeregt und die intensive Zusammenarbeit mit ihnen zum gegenseitigen Nutzen gepflegt. Erinnert sei an die mit dem Mikrobiologen W. Köhler gemeinsam betriebenen Untersuchungen über die Haptoglobine. Seine in mehrere Sprachen übersetzten Bücher "Lehrbuch der gerichtlichen Medizin", "Atlas der gerichtlichen Medizin", "Menschliche Blut- und Serumgruppen" (zusammen mit Gerhard Uhlenbruck), "Lexikon der genetischen Syndrome" (zusammen mit R. Witkowski) und "Medizinischer Okkultismus und Paramedizin" gehören heute zu den Standardwerken.
Viele seiner Schüler wurden auf Lehrstühle in Deutschland, Österreich und Japan berufen. Generationen von Medizinstudenten hat er durch seine berühmt gewordenen Vorlesungen zu kritischem Denken und ärztlicher Ethik erzogen. Sein großes medizinisches und naturwissenschaftliches Wissen, gepaart mit einer unbestechlichen Urteilskraft, haben in zahlreichen, zum Teil spektakulären Kriminalfällen zur Klärung des objektiven Sachverhalts entscheidend beigetragen. Prokop ist Ehrendoktor mehrerer europäischer und japanischer Universitäten und Mitglied in- und ausländischer wissenschaftlicher Gesellschaften, darunter der Akademie der Naturwissenschaftler und Ärzte "Leopoldina" sowie Träger der "Beccaria"-Medaille für Verdienste um die Kriminolo-gie. H.-D. Göring, Dessau


Prof. Dr. med. Max Michel Forell, mehr als 20 Jahre Leiter der Gastroenterologischen Abteilung an der Medizinischen Klinik des Klinikums Innenstadt der Universität München und von 1969 bis 1971 kommissarischer Direktor der Klinik, feiert am 27. September 1996 seinen 80. Geburtstag.
Professor Forells klinisches Interesse galt der Diagnostik und Therapie der chronischen Pankreatitis. Forell war einer der ersten Gastroenterologen in Deutschland, der die intraduodenale Pankreasfunktionsprüfung in die klinische Diagnostik einführte.
Neben grundlegenden Arbeiten zur Pathogenese der akuten Pankreatitis und zur Physiologie des exokrinen Pankreas lag der wissenschaftliche Schwerpunkt von Professor Forell insbesondere in seinen Studien über die Wirkung von Galle und Gallensalzen im Duodenum auf die exokrine Pankreassekretion. EB

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