ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2001Telemedizin: Erstmals transatlantische Operation

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Telemedizin: Erstmals transatlantische Operation

Dtsch Arztebl 2001; 98(39): A-2465 / B-2125 / C-1977

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LNSLNS Medizinische Weltpremiere erfolgreich verlaufen

Mithilfe eines ferngesteuerten Roboters hat der französische Chirurg Prof. Jacques Marescaux vom Mount Sinai Medical Center in New York aus eine 68-jährige Patientin, die in einer Klinik der Pasteur-Universität in Straßburg lag, die Gallenblase entfernt. Ermöglicht wurde der minimalinvasive Eingriff durch die Zusammenarbeit des Europäischen Instituts für Telechirurgie, der France Telecom sowie der in Kalifornien ansässigen Firma Computer Motion, die den Operationsroboter „Zeus“ herstellt. Wie Marescaux in der Fachzeitschrift Nature (2001; Bd. 413, Nr. 6854) mitteilt, war eine Voraussetzung für den Eingriff, dass die France Telecom große Übertragungskapazitäten (zehn Megabit pro Sekunde) mittels Glasfaserkabel bereitgestellt hatte. So konnten die Bilder in nur 130 Millisekunden über den Atlantik geschickt werden, wodurch beinahe simultan operiert werden konnte. Der transatlantische Eingriff, der vorher an sechs Schweinen erprobt worden war, dauerte 54 Minuten. Er dient nach Aussagen des Autors als Pilotprojekt, nicht zur Routine.


Vom Steuerpult aus, das Ähnlichkeit mit einem Joystick hat, wurden die Befehle aus den USA über Tausende von Kilometern auf das Instrumentarium in Frankreich übersetzt.
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