BRIEFE

PKV: Hochinteressant

Dtsch Arztebl 2001; 98(39): A-2494 / B-2149 / C-1996

Pförringer, Wolfgang

Zu dem „Seite eins“-Beitrag „In die Vollen“ von Dr. rer. pol. Harald Clade in Heft 31–31/2001:
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LNSLNS Dieser hochinteressante Artikel fordert all diejenigen heraus, die zunehmend eine ärztliche Tätigkeit zugunsten eines ständig wachsenden Papierkrieges mit einzelnen Privatversicherern reduzieren müssen. Nicht alle privaten Versicherer, aber einige doch, und hier an vorderster Stelle die DKV . . ., zeigen eine Tendenz zum „Kosten sparen“, die ganz einfach nicht mehr nachvollziehbar ist! Eingereichte Liquidationen von Versicherten werden nur noch teilweise erstattet mit dem Hinweis auf die Meinung anonymer „Beratungsärzte“, die durchgeführten Leistungen seien entweder zu umfangreich oder nicht notwendig oder nicht nachvollziehbar gewesen, und das Ganze gipfelt noch mit dem Hinweis an die Patienten, man möge die Liquidation dem Arzt keinesfalls erstatten, da die Rechnung in der vorgelegten Form „so nicht in Ordnung sei“! Hier wird klar versucht, einen Keil in das Arzt-Patienten-Verhältnis zu treiben, und zwar ausschließlich unter dem Aspekt, Geld zu sparen . . .
Wenn jetzt nachzulesen ist, dass allein die Verwaltungsaufwendungen 18,6 % betragen gegenüber 23,2 % erstatteter Kosten für ambulante Arztbehandlung, dann ist dies schon ein Grund für die Ärzteschaft, darüber nachzudenken, ob man sich dies auf Dauer noch bieten lässt. Der Patient wendet sich ja immer Hilfe suchend an seinen Arzt, anstatt sofort juristisch gegen seinen Versicherer vorzugehen . . .
Prof. Dr. med. Wolfgang Pförringer, Theatinerstraße 1, 80333 München
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