ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2001Mitteilungen: Qualitätssicherungsvoraussetzungen für die Kernspintomographie der Mamma

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Qualitätssicherungsvoraussetzungen für die Kernspintomographie der Mamma

Dtsch Arztebl 2001; 98(39): A-2530 / B-2159 / C-2023

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LNSLNS Der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen hat in seiner Sitzung am 3. Mai 2001 die Magnetresonanztomographie der weiblichen Brust bei bestimmten Indikationen als neue Untersuchungsmethode in der vertragsärztlichen Versorgung anerkannt. Die Einführung einer entsprechenden Abrechnungsposition in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) wurde an die Voraussetzung geknüpft, dass zeitgleich Qualitätssicherungsregelungen nach dem § 135 Abs. 2 SGB V in Kraft treten. Hinsichtlich der Inhalte der Qualitätssicherungsregelungen wurden folgende Empfehlungen abgegeben:
– Der Arzt muss über eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der allgemeinen Kernspintomographie verfügen sowie eine ausreichende Mindestanzahl von kernspintomographischen Untersuchungen der Mamma (einschließlich pathologischer Befunde) unter der Anleitung eines fachkundigen Arztes durchgeführt und befundet haben.
– Zur Sicherstellung einer dauerhaften Aufrechterhaltung der gebotenen fachlichen Befähigung („Routine“) muss der Arzt jährlich eine Mindestanzahl von Kernspintomographieuntersuchungen der Mamma durchführen.
– Die etablierten Untersuchungsverfahren zur Mammadiagnostik, d. h. die Mammographie und die Mammasonographie, müssen vom Arzt vorgehalten und, soweit medizinisch notwendig, durchgeführt werden.
– Soweit aufgrund der Kernspintomographie eine histologische/zytologische Abklärung veranlasst wird, ist der Arzt verpflichtet, deren Ergebnisse seiner vorgenommenen prospektiven Diagnostik zuzuordnen und den Grad der Übereinstimmung zu dokumentieren.
– Das Kernspintomographiegerät muss über die erforderliche spezifische apparative Ausstattung für Untersuchungen der Mamma verfügen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben auf der Grundlage der Empfehlungen die nachstehende Ergänzung der bestehenden Kernspintomographie-Vereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V getroffen. Die Ergänzung tritt zeitgleich mit der Einführung der Nr. 5522 des EBM in Kraft (siehe Deutsches Ärzteblatt, Heft 30 vom 27. Juli 2001). Die Ausführung und Abrechnung dieser Position wird mit den Qualitätssicherungsregelungen unter den Genehmigungsvorbehalt gestellt. Die Genehmigung wird auf Antrag des Arztes durch die zuständige Kassenärztliche Vereinigung dann erteilt, wenn die festgelegten Voraussetzungen an die fachliche Befähigung und an die apparative Ausstattung des Kernspintomographiegerätes erfüllt und nachgewiesen wurden.
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