ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001Sexuelle Gewalt: Hilfe im Umgang mit Opfern

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Sexuelle Gewalt: Hilfe im Umgang mit Opfern

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2540 / B-2170 / C-2033

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LNSLNS Untersuchungsbogen soll Gynäkologen die Dokumentation erleichtern.
Der Lübecker Verein „Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ hat erstmals 1992 einen „Ärztlichen Untersuchungsbogen für Opfer von sexualisierter Gewalt“ entwickelt. Unterstützt hatten ihn dabei die Kriminalpolizei sowie Lübecker Frauenärztinnen und Frauenärzte. Aufgrund der großen Nachfrage, so der Verein, hat er den Untersuchungsbogen jetzt neu aufgelegt. Dieser richtet sich an Gynäkologen in Praxis und Klinik und soll die Dokumentation der Befunde erleichtern und Hilfen im Umgang mit betroffenen Frauen geben. Beigefügt sind ein Merkblatt, eine Instrumenten- und Materialliste, ein Vordruck zur Entbindung von der Schweigepflicht sowie Vorschläge für Begleitbriefe an die weiterbehandelnden Gynäkologen und die betroffene Frau. „Notruf“ weist darauf hin, dass Frauen sexualisierte Gewaltdelikte selten anzeigen oder sich erst viel später dazu entschließen. Wenn sie sich jedoch zu einer Anzeige entschlössen, sei es wichtig, dass eventuelle Spuren gerichtsverwertbar gesichert und dokumentiert würden.
Untersuchungsbogen und Informationsmaterial können gegen eine einmalige Schutzgebühr von 10 DM angefordert werden bei Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V., Musterbahn 3, 23552 Lübeck, Telefon: 04 51/7 50 78, Fax: 5 92 98 96,
www.frauennotruf-luebeck.de.
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