ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001Das „Schweizer Modell“

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Das „Schweizer Modell“

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2567 / B-2192 / C-2055

EB

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LNSLNS In der Schweiz gibt es eine Pflicht zur Versicherung für alle Bürger, wobei dieser die Krankenkasse frei wählen kann. Die Krankenkasse erhebt eine Kopfprämie, die kantonal berechnet wird. Sie beträgt zurzeit im preisgünstigsten Kanton bei der preisgünstigsten Versicherung etwa 95 Schweizer Franken, im teuersten Kanton etwa 320 Schweizer Franken monatlich je Person. Kopfprämie heißt auch, dass zum Beispiel ein Säugling und ein alter Mensch die gleiche Prämie bezahlen. Um Selektion zu vermeiden, gibt es zwischen den Kran­ken­ver­siche­rungen einen Ausgleich nach Alter und Geschlecht. Eine Arbeitgeberbeteiligung gibt es in der Schweiz nicht. Etwa 25 Prozent der Bürger können sich die Prämie zur Kran­ken­ver­siche­rung nicht leisten, sie erhalten deshalb einen Prämienzuschuss aus Steuermitteln. Die Tarife für die Leistungserbringer sind kantonal geregelt. Wer will, kann sich zusatzversichern. Es existiert eine gesetzlich verordnete Selbstbeteiligung. Jeder muss bis zu einem Betrag von 230 Schweizer Franken jährlich alles selber zahlen. Darüber hinaus zahlt jeder Patient zehn Prozent jeder Rechnung aus der eigenen Kasse (bis zu einer Höchstsumme von 850 Schweizer Franken jährlich). Sonst gibt es keine Selbstbeteiligung. Der Versicherte kann zwischen Sachleistung und Kostenerstattung wählen. EB
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