ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001Medizinstudium: Brisante Problematik

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Medizinstudium: Brisante Problematik

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2570 / B-2194 / C-2058

Syska, Edward

Zu den Beiträgen „Auf der Zielgeraden“ von Dr. rer. pol. Harald Clade und „Mehr Praxis, weniger Multiple Choice“ von Dr. med. Eva A. Richter in Heft 31–32/2001:
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LNSLNS In beiden Artikeln sprechen die Autoren eine für mich brisante Problematik des Medizinstudiums an, die gültigen Prüfungsmodalitäten. Durch die für den Kieferchirurgen geforderte doppelte Approbation musste ich nach der Zahnmedizin das Medizinstudium mit diesen Prüfungsbedingungen absolvieren. Während die Ausbildung praxisorientiert und zu meiner Zufriedenheit durchgeführt wurde, stand dazu die Multiple-Choice-Prüfung in krassem Gegensatz. Sie ist nach meiner Sicht nicht geeignet, Staatsprüfung eines Medizinstudiums zu sein. Ich gehe mit meiner Aussage so weit zu behaupten, sie ist einer medizinischen Staatsprüfung nicht würdig.
Nach meinem Eindruck ist unter dem krampfhaften Bemühen, eine juristisch einwandfreie Prüfung durchzuführen, ausbildungsfremder und verknöcherter Wildwuchs entstanden. Mit dem in den Praktika und Vorlesungen erworbenen Wissen hätte ich sie nicht bestanden. Das ahnend und vorgewarnt von höheren Semestern, habe ich (haben wir) deshalb Lehrveranstaltungen geschwänzt und dafür Altfragen der vergangenen Jahre auswendig gelernt – und mit dieser Methode bestanden . . .
Dr. Edward Syska, Lafontaine-Straße 24, 06114 Halle/Saale
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