ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001Medizinstudium: Stärkung der psychosozialen Fächer

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Medizinstudium: Stärkung der psychosozialen Fächer

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2570 / B-2194 / C-2058

Troschke, J. v.

Zu den Beiträgen „Auf der Zielgeraden“ von Dr. rer. pol. Harald Clade und „Mehr Praxis, weniger Multiple Choice“ von Dr. med. Eva A. Richter in Heft 31–32/2001:
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LNSLNS . . . Unter Bezugnahme auf die vom Bundeskabinett verabschiedete 9. Novelle wird eine geplante „Rücknahme von Fächern, wie beispielsweise der Medizinsoziologie“, behauptet. Wie jeder in der diesbezüglichen Drucksache des Bundesrates 1040/97 nachlesen kann (die entsprechende Internetadresse:
www.bmgesundheit.de/ themen/berufe/voha/berufe/ reform.htm), ist gerade das Gegenteil der Fall. Das Bundeskabinett und auch der zuständige Bundesratsausschuss halten ebenso wie die Sachverständigen (unter anderen die AWMF) statt einer Schwächung eine Stärkung der psychosozialen Fächer in der ärztlichen Ausbildung für erforderlich. Dementsprechend sieht die 9. Novelle die Einführung einer neuen Pflichtveranstaltung für Medizinische Soziologie vor. Der offenkundige Bedarf ergibt sich vor allem dadurch, dass angehende Ärzte mehr denn je frühzeitig lernen müssen, nicht nur die psychosozialen Ursachen von Krankheitsprozessen, sondern vor allem auch die Rahmenbedingungen ärztlichen Handelns in unserem Gesundheits- und Sozialversicherungssystem zu verstehen. Dementsprechend hat das Institut für Medizinische Prüfungsfragen gerade eine überarbeitete und wesentlich erweiterte Fassung für den Gegenstandskatalog der Fächer Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie in der ärztlichen Vorprüfung verabschiedet.
Prof. Dr. med. J. v. Troschke, Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie e.V., Abteilung für Medizinische Soziologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hebelstraße 29, 79104 Freiburg
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