ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001Heimunterbringung: Auch häusliche Pflege unter die Lupe nehmen

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Heimunterbringung: Auch häusliche Pflege unter die Lupe nehmen

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2572 / B-2196 / C-2060

Leitner, Felizitas

Zu dem Beitrag „Grundrechte bedroht“ von Petra Bühring in Heft 31–32/2001:
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LNSLNS Bei vielen Beiträgen zur Heimunterbringung wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Versorgung alter Menschen daheim selbstbestimmter und besser wäre. Nach meiner Erfahrung ist dies aber häufig nicht der Fall. Die Probleme sind nämlich die gleichen: es fehlt das nötige Geld, die betreuenden Familienangehörigen sind zeitlich und menschlich überfordert, der Pflegedienst muss aufgrund rigider Zeitvorgaben im Minutentakt arbeiten, die ärztlichen Hausbesuche werden unzureichend bezahlt. Zwangsmaßnahmen wie Einsperren, Verweigerung von Kontakten und anderes kommen nach meiner persönlichen Beobachtung inzwischen sogar häufiger bei häuslicher Unterbringung vor, da die Heime in dieser Hinsicht strengen Kontrollen unterliegen und ihre Lizenz nicht verlieren wollen. Eine – durchaus sinnvolle – Enquete müsste daher die häusliche Pflege genauso unter die Lupe nehmen.
Dr. med. Felizitas Leitner, Buchenweg 3 b, 82234 Weßling
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