ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001Forschung: Öffentliche Aufgabe

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Forschung: Öffentliche Aufgabe

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2572 / B-2196 / C-2060

Dören, Martina

Zum Thema Forschungsförderung, angeregt durch den Beitrag „Hormone gegen das Altern – Möglichkeiten und Grenzen“ von Priv.-Doz. Dr. med. Friedrich Jochenhövel in Heft 31–32/2001:
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LNSLNS Schade, dass die Autoren die in der Tat dringend notwendige Klärung von Nutzen und Risiken der Hormone GH, DHEA, Androstendion und Melatonin bei Anwendung durch älter werdende Frauen und Männer auch damit begründen, dass wegen fehlender Patentierbarkeit das Interesse pharmazeutischer Firmen an erforderlichen klinischen Studien gering ist.
Sollte es nicht grundsätzlich Aufgabe der öffentlichen Forschungsförderung sein, das Wissen um Erkrankungen, die mit dem „endokrinen Altern“ eines immer weiter wachsenden Teils unserer Gesellschaft verbunden sind, vorrangig zu fördern? Dazu bedarf es nicht eines Hinweises auf Interessenlagen von Unternehmen, diese Argumentation könnte zur Entwertung des in der Übersichtsarbeit herausgearbeiteten Anliegens der Schaffung von Aufmerksamkeit für die potenziellen Möglichkeiten der so genannten Gerontoendokrinologie führen. Leider erschließt sich nicht, warum ein Bezug zur postmenopausalen Hormonsubstitution hergestellt wird. Selbstverständlich bedarf auch diese der öffentlichen Forschungsförderung, und zwar nicht nur zur Erkennung und Quantifizierung echter und behaupteter Risiken einer Östrogen-
(Gestagen-)Therapie bei Langzeitanwendung, sondern nicht zuletzt zur Darstellung der tatsächlichen Vorteile dieser Therapie.
Prof. Dr. med. Martina Dören, Klinisches Forschungszentrum Frauengesundheit, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Klingsorstraße 109 a, 12203 Berlin
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