ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2001AV-Knoten-Ablation und Schrittmacherimplantation bei Patienten mit Vorhofflimmern

MEDIZIN: Referiert

AV-Knoten-Ablation und Schrittmacherimplantation bei Patienten mit Vorhofflimmern

Dtsch Arztebl 2001; 98(40): A-2593 / B-2229 / C-2073

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LNSLNS Bei Patienten mit refraktärem Vorhofflimmern, das auf medikamentöse Therapie nicht anspricht, wird bei entsprechender Symptomatik als Ultima ratio zur Frequenzsenkung eine Ablation des AV-Knotens mit nachfolgender Implantation eines Herzschrittmachers durchgeführt. Hierdurch wird zwar das Vorhofflimmern mit seinen Risiken nicht beseitigt, es kommt jedoch zu einer Besserung der Symptomatik mit Steigerung der Lebensqualität, der körperlichen Belastbarkeit und der linksventrikulären Funktion.
In einer retrospektiven Nachbeobachtung von 350 Patienten, die zwischen 1990 und 1998 an der Mayo-Klinik entsprechend behandelt worden waren, wurde nun auch der Einfluss dieser Therapie auf das Langzeitüberleben untersucht. Dabei zeigte sich bei Patienten mit Vorhofflimmern ohne kardiovaskuläre Begleiterkrankungen eine Überlebensrate entsprechend der der Normalbevölkerung. Nur bei zusätzlichen Risikofaktoren wie vorausgegangenem Herzinfarkt, zurückliegender dekompensierter Herzinsuffizienz oder der Notwendigkeit, weiterhin herzwirksame Medikamente nach AV-Knoten-Ablation einzunehmen, war die Sterblichkeit der betroffenen Patienten erhöht. acc

Ozcan C et al.: Long-term survival after ablation of the atrioventricular node and implantation of a permanent pacemaker in patients with atrial fibrillation. N Eng J Med 2001; 344: 1043–1051.

Dr. Shen, Mayo Clinic, 200 First St. SW; Rochester, MN 55905, USA.

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