ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2001Wachkoma: Verbesserungsbedarf

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Wachkoma: Verbesserungsbedarf

Dtsch Arztebl 2001; 98(41): A-2608 / B-2226 / C-2090

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LNSLNS Studie zur Pflege von Wachkoma-Patienten
Die Situation von Wachkomapatienten und ihren Familien muss dringend verbessert werden, heißt es in einer Langzeitstudie des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. In Deutschland werden nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation etwa 6 000 Wachkoma- und Langzeitpatienten in Familien und Pflegeeinrichtungen betreut. Die Studie appelliert an den Gesetzgeber, Instrumente zur Erfassung des Pflegebedarfs zu entwickeln, die Qualität von Pflegeeinrichtungen zu verbessern und tagesbetreuende Angebote zu schaffen. Zur Entlastung von Familien empfehlen die Autoren, nach holländischem Beispiel ein so genanntes Family-Nursing einzuführen. Dabei soll eine Pflegemanagerin den Pflegebedarf des Betroffenen ermitteln, Ansprüche gegenüber den Kassen durchsetzen und geeignete Therapeuten, Pflegende und Ärzte vermitteln sowie deren Arbeit koordinieren. Dies wirke sich auch kostendämpfend aus.
Schädel-Hirnpatienten in Not im Bundesverband für Schädel-Hirnverletzte, Patienten im Wachkoma und ihre Angehörigen betreibt seit zwölf Jahren eine Notrufzentrale für die Betroffenen (Telefon: 0 96 21/ 6 48 00). Der Verband, dem 4 000 Familien angehören, gibt unter anderem die Zeitschrift Wachkoma für die „am meisten benachteiligte Patientengruppe“ heraus. Informationen im Internet: www. schaedel-hirnpatienten.de
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