SPEKTRUM: Leserbriefe

Akupunktur: Vergessen

Bahr, R.

Zu den Beiträgen "Akupunkturgesellschaften streben Zusatzbezeichnung an" und "Der lange Weg zur Anerkennung durch die Schulmedizin" von Dr. Renate Leinmüller in Heft 30/1996
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LNSLNS Im Report von Frau Dr. Leinmüller ist Herr Prof. Bischko, Wien, erwähnt, es fehlt aber der wichtige Hinweis, daß die Österreichische Ärztekammer für das Akupunkturdiplom 120 Stunden fordert. Diese Stundenzahl ist für den Leser schon sehr wichtig, denn im Text wird der Eindruck erweckt, als würden die übrigen europäischen Länder 350 Stunden als Richtschnur für ein offizielles Diplom haben. Eine Nachfrage von mir bei der Österreichischen Ärztekammer in Wien ergab, daß derzeit nicht daran gedacht wird, diese Stundenanzahl von 120 zu erhöhen, da sie sich bewährt habe.
Im Text wird weiter ausgeführt, daß fünf Akupunkturgesellschaften in Deutschland sich auf 350 Stunden geeinigt hätten, daraus geht aber nicht hervor, daß auch winzige Gesellschaften zu diesen fünf mitgezählt wurden. Es entsteht der Eindruck, daß die mit großem Abstand mitgliederstärkste Akupunkturgesellschaft, die Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin, mit über 10 000 Mitgliedern etwa so groß wie alle anderen zitierten fünf Gesellschaften zusammen, "vergessen" wurde. Unsere Akademie fordert nach sorgfältiger Umfrage unter den eigenen Mitgliedern als auch unter anderen praktizierenden Akupunkturärzten eine Stundenanzahl von 160, aufgeteilt in 80 Stunden Theorie, die bereits praxisbezogen sein muß, und 80 Stunden reine Praxis.
Dr. med. Frank R. Bahr, Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V., Feinhalsstraße 8, 81247 München
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