ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2001Psychosomatik: Curriculum entwickelt

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Psychosomatik: Curriculum entwickelt

Dtsch Arztebl 2001; 98(41): A-2610 / B-2228 / C-2091

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LNSLNS 50 Stunden psychosomatische Grundkompetenz in der Weiterbildung
Das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKMP) fordert, psychosomatische Grundkompetenz in der Facharztweiterbildung in mindestens 50 Stunden zu vermitteln, und hat ein entsprechendes Curriculum entwickelt. Es soll eine einheitliche Weiterbildung gewährleisten. Das Konzept sieht Folgendes vor:
1 Zehn Stunden allgemeine psychosomatische Theorie. Dazu gehören ätiopathogenetische Modelle psychischer und psychosomatischer Störungen, diagnostische Grundlagen, depressive und Angsterkrankungen, Sucht, somatoforme und Konversionsstörungen, Krankheitsverarbeitung und Anpassungsstörungen, Psychosen, Borderline- und andere Persönlichkeitsstörungen.
1 30 Stunden praktische Übungen zur Gesprächsführung. Zu den Themen zählen die biografische und psychosoziale Anamnese, die Aufklärung bei schweren Tumorerkrankungen, die Betreuung Suchtkranker oder der Umgang mit Kindern bei schmerzhaften Interventionen.
1 Zehn Stunden dienen dazu, psychosomatisches Wissen für die diversen medizinischen Gebiete zu vermitteln.
Ziel der Weiterbildung in psychosomatischer Grundversorgung sei es, als Vertragsarzt psychosomatisch arbeiten zu können und die Bedingungen zur Abrechnung der EBM-Ziffern 850 und 851 zu erfüllen, betont die DKMP. Bereits 1994 hatte der Deutsche Ärztetag beschlossen, die psychosomatische Grundkompetenz in alle klinischen Facharzt-Curricula zu integrieren. Seither, so die DKMP, gibt es sehr unterschiedliche Initiativen der Fachgesellschaften und der Lan­des­ärz­te­kam­mern, diesen Beschluss umzusetzen. Auch mit Blick auf die anstehende Reform der Weiterbildung gebe es weiterhin Klärungs- und Definitionsbedarf.
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