ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2001Verbraucherverbände: Bedingungen an Ablösung

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Verbraucherverbände: Bedingungen an Ablösung

Dtsch Arztebl 2001; 98(41): A-2612 / B-2229 / C-2092

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LNSLNS Korrekturen angemahnt
An das von der Bundesregierung beabsichtigte Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz stellt der Verbraucherzentrale-Bundesverband, Berlin, Bedingungen. Der Bereichsleiter „Gesundheit/Ernährung“, Thomas Isenberg, sagte, es sei sinnvoll, die budgetbedingten Restriktionen entfallen zu lassen, um das Arzt-Patienten-Verhältnis nicht durch irrationale Entscheidungen zu belasten. Die Verbraucherzentralen befürworten erweiterte Beratungsmöglichkeiten der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Krankenkassen im Hinblick auf eine rationale, evidenzbasierte Pharmakotherapie. Allerdings müsse im Gesetz sichergestellt werden, dass die vorgesehenen Schiedsstellenentscheidungen in einer definierten Frist getroffen werden müssen. Der Gesetzgeber sollte darauf achten, dass die bei Erfüllung oder Unterschreitung des Ausgabenvolumens eingesparten Mittel nicht für zusätzliche Medikamentenverordnungen eingesetzt werden. Allenfalls seien Schulungsmaßnahmen sinnvoll. Auf dem Arzneimittelsektor müsse die rationale Indikation/Verordnung verbessert werden. So fehlten bisher Preisverhandlungen und EU-konforme alternative Preisbildungsmechanismen bei den patentgeschützten Arzneimitteln. Wäre dies der Fall, könnten die Krankenkassen Ausgaben in Milliardenhöhe jährlich einsparen.
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