ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2001Hirntod: Kein Widerspruch

BRIEFE

Hirntod: Kein Widerspruch

Dtsch Arztebl 2001; 98(41): A-2640 / B-2267 / C-2109

Lotz, Björn

Zu dem Leserbrief „Briefe haben mir in der Seele wehgetan“ von Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Christoph J. G. Lang in Heft 33/2001, der sich auf die Leserbriefe in Heft 28–29/ 2001 bezog:
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LNSLNS . . . Ich bin in der Medizin auf nichts gestoßen, was der Vorstellung einer unsterblichen Seele grundsätzlich widersprach oder sie bewies. Selbst der „Mensch, der tot ist“ widerspricht dieser Vorstellung nicht. Natürlich ist er tot, und in seiner bisherigen Form, zu der ja auch der Körper gehört, existiert er nicht mehr. Dies widerspricht aber einer unsterblichen Seele oder anderen religiösen Vorstellungen überhaupt nicht.
Selbstverständlich könnte Herr Prof. Lang mit seiner Idee (die ja auch von vielen Menschen geteilt wird), dass nach dem Tod jegliche Existenz endet (es „endgültig zu Ende ist“), Recht haben. Es könnte aber auch sein, dass dies nicht so ist und es nach dem Tod eine wie auch immer geartete Existenz gibt (eine Vorstellung, die übrigens einer weit größeren Zahl von Menschen zu Eigen ist). Beide Vorstellungen lassen sich aber wissenschaftlich weder verifizieren noch falsifizieren, sie sind völlig subjektiv.
Die Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Organspende stellen, wird jeder Mensch vor dem Hintergrund seines ganz persönlichen Glaubens beantworten. Dies gilt es zu respektieren und nicht, wie bei der Anästhesistin, auf die im Leserbrief Bezug genommen wird, als „mehr als seltsam“ abzutun.
Warum tun sich eigentlich gerade diejenigen, die das „Psych“ in der Berufsbezeichnung führen, mit der Vorstellung einer unsterblichen Seele oft so schwer?
Dr. med. Björn Lotz, Andernacher Straße 41, 80993 München
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