ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2001Mechanische Herzunterstützung mit der intraaortalen Ballonpumpe

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Mechanische Herzunterstützung mit der intraaortalen Ballonpumpe

Dtsch Arztebl 2001; 98(41): A-2653 / B-2276 / C-2118

Mehlhorn, Uwe; de Vivie, E. Rainer

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LNSLNS Zusammenfassung
Die intraaortale Ballonpumpe (IABP) ist das am häufigsten eingesetzte mechanische Herzunterstützungssystem. Nach klinischer Einführung im Jahr 1967 waren die ersten Ergebnisse der IABP-Anwendung bei Patienten mit kardiogenem Schock nach akutem Herzinfarkt enttäuschend. In der Folgezeit wurde die IABP hauptsächlich zur Behandlung des kardialen Pumpversagens nach Herzoperation eingesetzt. In jüngster Zeit ändert sich die IABP-Anwendung jedoch wieder, einerseits wegen des zunehmenden Einsatzes durch interventionelle Kardiologen, andererseits wegen der Tendenz, sie häufiger bei herzchirurgischen Hochrisikopatienten peri- und präoperativ anzuwenden. Die aktuell verfügbaren Daten legen nahe, dass ein frühzeitiger Einsatz der IABP das klinische Ergebnis bei herzchirurgischen und kardiologischen Patienten verbessern kann und dass eine aggressive IABP-Anwendung – zumindest bei ausgewählten Patienten – kostengünstig ist. Die IABP stellt somit die erste Wahl der mechanischen Herzunterstützung dar. Eine erweiterte Indikation für die IABP-Anwendung bei herzchirurgischen und kardiologischen Patienten scheint gerechtfertigt.

Schlüsselwörter: intraaortale Ballonpumpe, Assistenzsystem, Herzchirurgie, mechanische Kreislaufunterstützung

Summary
Mechanical Cardiac Assist with the
Intraaortic Balloon Pump
The intraaortic balloon pump (IABP) is the
most widely applied mechanical cardiac assist device. Clinically introduced in 1967, IABP use in patients with cardiogenic shock after acute myocardial infarction was initially disappointing, but IABP has since been used mainly in low output syndrome following cardiac surgery. In recent years IABP use is changing mainly due to more frequent use by interventional cardiologists as well as trends for increasing perioperative and preoperative use in high risk cardiac surgery patients. The available data suggest that early IABP use significantly improves clinical outcome in both cardiac surgery and interventional cardiology patients. In addition, aggressive IABP use is cost-effective at least in selected patients. Thus, the IABP remains the first choice for mechanical cardiac assist. A more liberal IABP use in both cardiac surgery and cardiology appears to be justified.

Key words: intraaortic balloon pumping, assist device, cardiac surgery, mechanical circulatory support, cardiac assist

Seit ihrer klinischen Einführung 1967 durch Adrian Kantrowitz et al. (42) ist die intraaortale Ballonpumpe (IABP) das am häufigsten eingesetzte mechanische Herzunterstützungssystem geworden; aktuell werden weltweit mehr als 100 000 IABP pro Jahr implantiert (45). Das Konzept der intraaortalen Ballongegenpulsation wurde zunächst bei Patienten im kardiogenen Schock nach akutem Myokardinfarkt eingesetzt (10, 14, 44, 42). Trotz initial sehr enttäuschender Ergebnisse mit hoher Letalität bei diesen Patienten waren die positiven hämodynamischen Effekte der IABP jedoch überzeugend und ermutigten daher zu weiterer Forschung (10, 14, 44). In der Folgezeit wurde die IABP hauptsächlich von Herzchirurgen zur Behandlung des postoperativen Low-Cardiac-Output-Syndroms angewandt (14, 15, 64). Seit Mitte der 80er-Jahre ist jedoch ein erneuter Wandel in der IABP-Anwendung zu beobachten. Einerseits wird sie sei-
tens interventionell tätiger Kardiologen bei Patienten mit akuter Myokardischämie beziehungsweise akutem Myokardinfarkt im Rahmen der perkutanen transluminalen Koronarangioplastie (PTCA) wesentlich häufiger eingesetzt (33, 38, 55, 56, 70, 71), andererseits präoperativ bei herzchirurgischen Hochrisikopatienten deutlich freizügiger (17, 18, 36, 71). In diesem kurzen Überblick werden die in mehr als 30 Jahren klinischen IABP-Einsatzes gesammelten Erfahrungen zusammengefasst und aktuelle Trends diskutiert.
Entwicklung
Da die Koronarperfusion hauptsächlich während der kardialen Diastole stattfindet, führt die Erhöhung des diastolischen Aortendrucks – oder
die „diastolische Augmentation“ – zu einer Zunahme der Koronarperfusion (32). Adrian and Arthur Kantrowitz validierten 1953 erstmals tierexperimentell das Konzept der diastolischen Augmentation: Sie schalteten einen Gummischlauch geeigneter Länge zwischen A. femoralis und linker Herzkranzarterie, der die systolische aortale Pulswelle in die diastolische Perfusionsphase der Koronararterien verzögerte, wodurch ein Anstieg des koronaren Blutflusses um bis zu 53 Prozent resultierte (41) (Grafik 1). Die Idee, dieses Konzept zur Entwicklung eines mechanischen Herzunterstützungssystems zu nutzen, führte 1962 schließlich zum Prinzip der durch den Herzzyklus getriggerten intraaortalen Gegenpulsation, tierexperimentell angewandt durch Moulopolous et al. (52) und Clauss et al. (20): Ein in der deszendierenden Aorta platzierter Latexballon wurde EKG-gesteuert während der Diastole mit Kohlendioxid aufgeblasen und während der Systole wieder leer gesaugt. Die Gruppe von Adrian Kantrowitz demonstrierte 1967 den Vorteil eines nicht dehnbaren Polyurethanballons in Kombination mit dem „schnelleren“ Helium als Treibgas (45) und setzte die IABP im selben Jahr erstmals klinisch ein (42, 43).
Hämodynamische Effekte
Die IABP unterstützt den linken und rechten Ventrikel sowohl während der Systole als auch während der Diastole. Die diastolische Balloninflation (Augmentation) erhöht den koronaren Blutfluss in beiden Koronararterien und damit das Energieangebot für links- und rechtsventrikuläres Myokard (14, 22-25, 45, 60). Zusätzlich verstärkt der durch die diastolische Augmentation erhöhte koronare Perfusionsdruck die Füllung und Streckung des koronaren Gefäßbetts – ein als „Gartenschlauch-Effekt“ bezeichnetes Phänomen (13) –, wodurch reflektorisch die kardiale Kontraktilität zunimmt (4). Die systolische Ballondeflation reduziert linksventrikuläre Nachlast und Wandspannung und über die konsekutive Senkung des linksventrikulären enddiastolischen Drucks (LVEDP) auch rechtsventrikuläre Nachlast und Wandspannung, wodurch der Energiebedarf beider Ventrikel während der Systole abnimmt (14, 22–25, 60). Alle diese Faktoren wirken gemeinsam im Sinn einer Abnahme der Herzarbeit bei verbesserter myokardialer Energiebilanz um bis zu 15 Prozent und resultieren letztlich in einem moderaten Anstieg des Herzminutenvolumens (8, 14, 22–25). Dabei muss jedoch betont werden, dass die IABP das Herz durch Volumenverschiebung zwar druckentlastet, aber nicht volumenentlastet (22, 23). Dies demonstriert deutlich die Grenzen der IABP im Vergleich zu mechanischen Herzunterstützungssystemen wie Zentrifugalpumpe, axiale Rotationspumpe oder Diaphragmapumpe, die das Herz durch aktive Volumen-, also Blutförderung, komplett entlasten können.
Die potenziell 15-prozentige Verbesserung der myokardialen Energiebilanz hängt dabei von mehreren Faktoren ab, die die Effektivität der IABP bestimmen, wie Augmentation, LVEDP und koronarer Gefäßwiderstand. Optimale diastolische Augmentation setzt die korrekte Synchronisierung zwischen Herzzyklus und Balloninflation beziehungsweise -deflation, die Wahl der richtigen Ballongröße bezogen auf die Dimension der Aorta sowie korrekte Positionierung des Ballons in der deszendierenden Aorta voraus (22, 23,
51). Ein hoher LVEDP verschlechtert
die subendokardiale Koronarperfusion (35, 66) und kann daher die Effektivität der IABP reduzieren (61). Ein erhöhter koronarer Gefäßwiderstand, zum Beispiel bedingt durch ein nach kardioplegischem Herzstillstand häufig zu beobachtendes Myokardödem (48, 49), kann zu einer Verschlechterung der Koronarperfusion führen und so ebenfalls die Wirksamkeit der IABP einschränken (61, 62). Die Kenntnis dieser Zusammenhänge und die optimale Anpassung der entsprechenden Parameter sind Voraussetzungen, um hämodynamisch den maximalen Nutzen der IABP zu erzielen (23, 24, 51).
Indikationen
Die klassischen Indikationen für den Einsatz der IABP sind (7, 22, 23, 30, 51, 61, 71):
c kardiogener Schock,
c instabile Angina pectoris,
c perioperatives Low-Cardiac-Output-Syndrom (LOS).
Begünstigt durch die rasche Verfügbarkeit, einfache Anwendung und – im Vergleich zu anderen Herzassistenzsystemen – relativ niedrige Komplikationsrate der IABP, ist ihr Indikationsspektrum in den letzten Jahren deutlich erweitert worden. Der perioperative IABP-Einsatz bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Seltenheit und soll in diesem Überblick nur erwähnt werden (1, 54, 72). Die technischen Voraussetzungen wie spezielle Ballonkatheter und angepasste Triggersysteme stehen zur Verfügung. Die derzeit akzeptierten Indikationen für die IABP sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
Kontraindikationen sind die Aortenklappeninsuffizienz (wegen der durch die IABP verstärkten diastolischen Regurgitation) und die systemische Infektion. Die Tachyarrhythmia absoluta stellt hingegen heute keine Kontraindikation mehr dar, da moderne Steuerelektronik in Verbindung mit „schneller“ Mechanik selbst hohe Herzfrequenzen bis zu 140 Schlägen pro Minute und Arrhythmien problemlos erkennen und entsprechend darauf reagieren kann (1, 51, 71).
Gegenwärtig wird die IABP in zwei bis 13 Prozent aller kardiochirurgischen Eingriffe bei Erwachsenen bei sehr unterschiedlichen institutionellen Philosophien bezüglich Indikationsstellung und Zeitpunkt der Implantation eingesetzt (1, 21–27, 30, 31, 39, 47, 51, 53, 57, 71, 72). Dabei sind in den letzten Jahren Trends sowohl zu generell häufigerem perioperativen Einsatz als auch zu häufigerem präoperativen Einsatz zu beobachten, die einerseits einer erweiterten Indikationsstellung und andererseits dem zunehmenden Anteil von kardial schwerkranken und multimorbiden Patienten zugeschrieben werden (6, 17, 18, 21, 26, 53, 57, 71). Ähnlich wie in anderen herzchirurgischen Kliniken stieg auch in der Klinik für Herzchirurgie der Universität zu Köln der Anteil an perioperativ implantierten IABP von 3,9 Prozent aller herzchirurgischen Operationen bei Erwachsenen zwischen 1989 und 1993 (9) auf durchschnittlich 6,4 Prozent seit 1994 an (50).
Einsatz durch den Kardiologen
Den bedeutendsten Wandel in der Anwendung der IABP stellt jedoch der in den letzten Jahren dramatisch zunehmende Gebrauch durch den Kardiologen im Rahmen der katheterinterventionellen Myokardrevaskularisation dar (33, 38, 55, 56, 69–71). Zwei Faktoren haben diese Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Erstens hat die Einführung der perkutanen Insertionstechnik die IABP-Implantation ohne chirurgische Gefäßpräparation sehr einfach und praktisch überall für den Kardiologen verfügbar gemacht (11, 12, 68). Zweitens haben katheterinterventionelle Koronarangioplastien auch bei instabilen Patienten mit akuter Myokardischämie beziehungsweise Myokardinfarkt rasch zugenommen (37,
55, 56, 63, 69–71). Diesen Wandel
haben Torchiana et al. kürzlich in einer Studie aufgezeigt, in der sie die Daten von 4 756 IABP-Anwendungen zwischen 1968 und 1995 analysierten (71). Sie fanden, dass der Ersatz der konventionellen chirurgischen Implantationstechnik durch die perkutane Implantation von einer drastischen Zunahme der IABP-Insertionen im Herzkatheterlabor bei Abnahme der Implantationen im Operationssaal und auf der Intensivstation begleitet war. Im gleichen Zeitraum stieg die relative Anzahl der IABP-Implantationen bei PTCA-Patienten von 0 Prozent auf 31 Prozent an, und die relative Anzahl von IABP bei herzchirurgischen Patienten sank entsprechend ab (Grafik 2). Diese Entwicklung wird von anderen Institutionen bestätigt (37, 55, 56, 70). Des Weiteren haben die GUSTO- und die SHOCK-Studie gezeigt, dass aggressive therapeutische Intervention inklusive IABP-Anwendung die Überlebensrate nach akutem Myokardinfarkt mit kardiogenem Schock deutlich verbessern kann (37, 63). Allerdings ist zu betonen, dass die IABP im kardiogenen Schock nur dann eine Verbesserung des klinischen Ergebnisses mit Reduktion der Infarktgröße und Senkung der Letalität ermöglicht, wenn sie in eine Gesamtstrategie mit chirurgischer oder interventioneller Revaskularisation eingebunden ist (37, 63). Die Dauer des IABP-Einsatzes richtet sich dabei in erster Linie nach der hämodynamischen Stabilität des Patienten, dessen Abhängigkeit von positiv inotroper Medikation und natürlich dem Auftreten von IABP-assoziierten Komplikationen (zum Beispiel Beinischämie, lokale Infektion). Generell verspricht der IABP-Einsatz für bis zu maximal zehn bis
14 Tagen einen hämodynamischen Nutzen. Bei Entwöhnung der IABP nach
Anwendung von mehr als drei bis fünf Tagen empfehlen wir auch nach typischer schleusenloser Implantation in Seldinger-Technik die chirurgische Explantation und Übernähung der A. femoralis.
Assoziierte Mortalität
Obwohl die Mortalität von Patienten, die perioperativ mit der IABP unterstützt wurden, in den letzten Jahren eine sinkende Tendenz zeigt (26, 71), wird sie in der Literatur sehr divergierend mit 16 bis 56 Prozent angegeben (5, 9, 16, 21, 27, 28, 31, 46, 53, 57, 58, 67, 71). In Tabelle 2 sind die Daten einiger Zentren zusammengestellt (5, 21, 26, 50, 53, 71).
Unabhängige Prädiktoren für den Todesfall bei intraoperativer IABP-Insertion sind: Herzinsuffizienz nach NYHA-Klassifizierung III und IV, Mitralklappenersatz oder -rekonstruktion, extrakorporale Zirkulation an der Herz-Lungen-Maschine länger als 100 Minuten, dringliche oder notfallmäßige Herzoperation, präoperative Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, ventrikuläre Herzrhythmusstörungen und IABP-Insertion über die Aorta ascendens bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (5, 21, 26, 53, 71). Die Langzeitüberlebensrate von Patienten, die mit der IABP unterstützt wurden, wird mit circa 59 Prozent nach einem Jahr und circa 47 Prozent nach fünf Jahren angegeben. Die meisten dieser Patienten befinden sich in den NYHA-Klassen I oder II (21, 30, 53). Retrospektiv erhobenen Daten zufolge soll die IABP-assoziierte Mortalität mit 80-prozentiger Sensitivität und Spezifität vorhersagbar sein (71), der Wert dieser Voraussage ist bisher jedoch nicht prospektiv validiert worden.
Prophylaktische Implantation bei Hochrisikopatienten
Interessanterweise haben einige Studien gezeigt, dass die perioperative Mortalität bei Hochrisikopatienten, bei denen die IABP „prophylaktisch“ präoperativ eingesetzt wurde, niedriger war, als bei Patienten, bei denen sie erst intra- beziehungsweise postoperativ bei kardialer Insuffizienz implantiert wurde (Grafik 3) (17, 18, 21, 26, 29). Obwohl eine kausale Beziehung nicht nachweisbar ist, legen diese Daten nahe, dass durch frühzeitige präoperative IABP-Unterstützung zur Stabilisierung von persistierenden, medikamentös nicht beherrschbaren Myokardischämien oder kardialem Pumpversagen das klinische Ergebnis verbessert und der Kranken­haus­auf­enthalt verkürzt werden kann (17, 18, 21, 26, 29, 36, 71).
Assoziierte Komplikationen
Die häufigsten IABP-assoziierten Komplikationen sind in Tabelle 3 aufgeführt. Vaskuläre Komplikationen wie Beinischämie, Kompartment-Syndrom, Beinamputation und Mesenterialarterieninfarkt werden in einzelnen Publikationen mit bis zu 33 Prozent der Fälle angegeben (2, 6, 9, 16, 39, 53, 58, 59, 71).
Multivariate Regressionsanalysen haben die folgenden Faktoren ermittelt, die mit deutlich erhöhtem Risiko für vaskuläre Komplikationen behaftet sind: peripheres arterielles Verschlussleiden, weibliches Geschlecht, Diabetes mellitus, postoperative IABP-Implantation und Nikotinanamnese (6, 16, 59). Ballonruptur und -fehlplatzierung als Komplikationen treten in jüngerer Zeit häufiger auf und sind eng mit dem Patientenalter korreliert. Hierfür wird die stärker ausgeprägte kalzifizierende Aortensklerose älterer Patienten verantwortlich gemacht (71). Insgesamt jedoch sinkt die IABP-assoziierte Komplikationshäufigkeit in den letzten Jahren, vermutlich bedingt durch größere Erfahrung und technische Verbesserungen sowohl im Hinblick auf die IABP-Insertionstechnik als auch die verwendeten IABP-Katheter (6, 53, 71).
Ökonomische Aspekte
Vor dem Hintergrund der begrenzten Ressourcen im Gesundheitswesen ist die Kosten-Nutzen-Analyse einer medizinischen Prozedur notwendig. Führt früherer „aggressiverer“ IABP-Einsatz nicht nur zu besserem klinischen Ergebnis, sondern können möglicherweise sogar Ressourcen durch Verkürzung des Kranken­haus­auf­enthalts gespart werden? Nur wenige Studien haben diese Fragestellung untersucht. Bolooki et al. (7) und Gustensen et al. (34) fanden, dass die prophylaktische IABP-Implantation bei Hochrisikopatienten den Kranken­haus­auf­enthalt verkürzte und dadurch keine höheren Ausgaben verursachte, also kosteneffektiv war. Dietl et al. zeigten, dass prophylaktische IABP-Insertion bei Patienten mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion kleiner als 25 Prozent sowohl zu einer Senkung der Mortalität als auch zu einer Kostensenkung durch Verkürzung des Kranken­haus­auf­enthalts führte (26). In einer aktuellen, detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse kommen Christenson et al. zu dem Ergebnis, dass prophylaktische IABP-Implantation bei Hochrisikopatienten die Krankenhauskosten um 36 Prozent senken kann (19). Talley et al. untersuchten die ökonomischen Auswirkungen prophylaktischer IABP-Insertion vor PTCA bei akutem Myokardinfarkt und zeigten, dass diese Therapie kostenneutral ist, da die höheren Kosten der IABP praktisch vollständig durch die geringere Komplikationsrate bei diesen Patienten aufgefangen wurden (70). Diese Daten implizieren, dass ein freizügigerer IABP-Einsatz das klinische Ergebnis ausgewählter Subgruppen sowohl herzchirurgischer als auch kardiologischer Patienten ohne Ressourcenbelastung verbessern kann.
Fazit
Die IABP stellt nach mehr als 30 Jahren klinischer Anwendung weiterhin die erste Wahl für eine mechanische Herzunterstützung dar. Ein wesentlicher Trend der letzten Jahre ist der zunehmende IABP-Einsatz seitens interventioneller Kardiologen im Rahmen von PTCA bei akuter Myokardischämie beziehungsweise Myokardinfarkt. In der Herzchirurgie sind eine generell zunehmende Inzidenz für perioperativen Einsatz sowie besonders die häufigere präoperative „prophylaktische“ IABP-Insertion bei Hochrisikopatienten zu verzeichnen. Obwohl die IABP-Therapie weiterhin von erheblicher Mortalität und Morbidität begleitet ist, deuten die aktuell verfügbaren Erfahrungen darauf hin, dass eine frühzeitige „aggressive“ IABP-Anwendung den klinischen Erfolg kardiologischer und herzchirurgischer Patienten verbessern kann. Zudem schont die frühzeitige IABP-Therapie zumindest bei ausgewählten Patientengruppen wegen der Verkürzung des Kranken­haus­auf­enthalts und der Reduktion der Komplikationsrate sogar Ressourcen. Diese Daten scheinen eine erweiterte Indikationsstellung für den Einsatz der IABP zu rechtfertigen und legen nahe, dass die IABP zur Standardausrüstung herzchirurgischer Kliniken sowie interventioneller Katheterlabors gehören sollte.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 2653–2658 [Heft 41]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift für die Verfasser:
Prof. Dr. med. Uwe Mehlhorn
Klinik und Poliklinik für Herz- und
Thoraxchirurgie
Klinikum der Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Straße 9, 50924 Köln
E-Mail: uwe.mehlhorn@medizin.uni-koeln.de


Wirkprinzip der IABP. Blaue Linie: normale Aortendruckkurve (oben) und Blutfluss in der linken Koronararterie (unten). Rote unterbrochene Linie: Die diastolische Augmentation mittels IABP erhöht den diastolischen Aortendruck (oben) und dadurch den koronaren Blutfluss (unten); das systolische Leersaugen des Ballons senkt den systolischen Aortendruck (oben) und damit die linksventrikuläre Nachlast, Wandspannung und den linksventrikulären enddiastolischen Druck (aus 23).


´Tabelle 1CC´
Indikationen für den Einsatz der intraaortalen Ballonpumpe
Kardiologie c Kardiales Pumpversagen nach akutem Myokardinfarkt
c Ventrikel- oder Papillarmuskelruptur nach akutem Myokardinfarkt mit
Ventrikelseptumdefekt oder akuter Mitralklappeninsuffizienz
c Instabile Angina pectoris
c Akute Myokardischämie oder Infarkt im Rahmen einer
Katheterintervention
Herzchirurgie Präoperativ
c Überbrückungszeit bis zur Herztransplantation
c Notfall-Myokardrevaskularisation
c Prophylaktischer Einsatz bei Hochrisikopatienten mit deutlich
reduzierter Herzfunktion
Intra-/postoperativ
c Intraoperativer Myokardinfarkt
c Low-Cardiac-Output-Syndrom (LOS) beim Entwöhnen von der
Herz-Lungen-Maschine beziehungsweise in der postoperativen Phase
(selten auch bei Säuglingen und Kleinkindern)
c Rechtsventrikuläres Versagen nach Herztransplantation
c Akute Abstoßung nach Herztransplantation
Andere c Während oder nach nichtherzchirurgischen Eingriffen bei Patienten
mit präoperativ eingeschränkter kardialer Pumpfunktion
c Kardiales Pumpversagen bei Patienten mit normaler präoperativer
Herzfunktion, die während nichtherzchirurgischer Eingriffe ein
LOS entwickeln
c Schwerkranke Patienten, die ein von der Grunderkrankung
unabhängiges kardiales Pumpversagen entwickeln
(nach 1, 3, 17–19, 21–26, 50, 51, 64, 69–71)


´Tabelle 2CC´
Perioperativer Einsatz der intraaortalen Ballonpumpe
Klinik Zeitraum Herzoperationen IABP perioperativ Mortalität
Gesamt Gesamt Prozent Prozent
Massachusetts
General Hospital 1980–1995 17 678 2 175 12,3 16,3
University of Washington 1986–1991 6 856 672 9,8 28,7
University of St. Louis 1982–1990 6 877 580 8,5 44,0
Duke University k. A. 3 297 90 3,0 40,0
Texas Heart Institute 1987–1988 2 813 322 11,4 48,4
Geisinger Medical
Center 1991–1995* 163 65 39,9 20,0
Universität Göttingen 1985–1995 k. A. 472 k. A. 38,3
Universität zu Köln 1989–1997 7 471 387 5,2 27,4
* nur Patienten mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion kleiner als 25 Prozent; k. A., keine Angabe.
(nach 5, 16, 21, 26, 50, 53, 71)


´Tabelle 3CC´
IABP-assoziierte Komplikationen
Komplikationen Inzidenz
(Prozent)
Vaskuläre Komplikationen 6–33
Beinischämie 5–18
Infektion (lokal und systemisch) 0–6
Ballonruptur 1–5
Fehlplatzierung 1–5
Thrombektomie 1–4
Gefäßrekonstruktion 1–3
Aortenperforation oder
-dissektion 0–1
(nach 2, 6, 9, 16, 39, 53, 58, 59, 71)


Reduktion der perioperativen Mortalität bei präoperativer „prophylaktischer“ IABP-Implantation (rot) im Vergleich zur intra- oder postoperativen IABP-Implantation (blau) bei herzchirurgischen Hochrisikopatienten (nach 17, 18, 21, 26, 29).
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