ArchivDeutsches Ärzteblatt40/1996Sehen und gesehen werden

SPEKTRUM: Bücher

Sehen und gesehen werden

Lachenmayr, J.

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Bedeutung des Sehvermögens
Bernhard J. Lachenmayr: Sehen und gesehen werden: Sicher unterwegs im Straßenverkehr, Reihe: Berichte aus der Medizin, Verlag Shaker, Aachen, 1995, 225 Seiten, 110 Abbildungen, 79 DM
Titel und Untertitel lassen das Ziel des Autors erkennen: Aufklärung aller Verkehrsteilnehmer über die Bedeutung des Sehvermögens für die Verkehrssicherheit, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu verringern. Aufklärung vor allem über die Grenzen des Wahrnehmungsvermögens, über die vielfältigen Beeinträchtigungen des visuellen Systems, vor allem mit zunehmendem Alter. Die besondere Gefahr ergibt sich daraus, daß das Ausmaß dieser Leistungseinbuße subjektiv zumeist nicht erkannt wird. Mit aller Deutlichkeit und ausführlich werden die physiologischen Leistungsgrenzen des Verkehrsteilnehmers bei Dämmerung und bei Dunkelheit aufgezeigt. Aufbauend auf diesen Forschungsergebnissen, werden auch Empfehlungen zur Gestaltung des Verkehrsraumes ausgesprochen. Angesichts der vermeidbaren Unfälle bei Dunkelheit wird beklagt, daß es noch keine konkreten Bestimmungen zur Feststellung der Dämmerungssehschärfe und der Blendempfindlichkeit gibt, wenngleich sich jeder Fahrerlaubnisbewerber einem Sehtest und eventuell auch weitergehenden Untersuchungen unterziehen muß.
Die Broschüre kann jedem Arzt empfohlen werden, weil er pflichtgemäß im Krankheitsfall auch über Leistungsmängel und daraus für die Verkehrssicherheit resultierende Folgen aufzuklären hat. Im Text und im Literaturverzeichnis werden Hinweise auf grundlegende Arbeiten von Pionieren wie Gramberg-Danielsen und Piper ebenso vermißt wie auf das vom Bundesminister für Verkehr herausgegebene Gutachten: "Krankheit und Kraftverkehr."
Hans-Joachim Wagner,
Homburg/Saar
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