ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Welt­gesund­heits­organi­sation: Tabuisierung kritisiert

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Welt­gesund­heits­organi­sation: Tabuisierung kritisiert

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2682 / B-2284 / C-2030

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LNSLNS Der World Health Report 2001 befasst sich mit seelischer Gesundheit.
Psychische Erkrankungen seien kein persönliches Versagen, betont die Generalsekretärin der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) Gro Harlem Brundtland in ihrem Grußwort zum diesjährigen Weltgesundheitsreport. Jeder könne zum Betroffenen werden. Die Zahlen der WHO sprechen für sich: Weltweit leiden rund 121 Millionen Menschen an Depression, 24 Millionen an Schizophrenie. Jedes Jahr begehen eine Million Menschen Selbstmord, 70 Millionen sind alkoholabhängig. Die Erkrankungen entstünden durch ein komplexes Zusammenspiel aus genetischen, biologischen, sozialen und Umweltfaktoren.
Im Vordergrund steht für die WHO eine bessere Integration der Früherkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen in die medizinische Grundversorgung. Ferner müsse weltweit ein Zugang zu pharmakologischer Therapie ermöglicht werden. Eine Behandlung vor allem chronisch Kranker sei möglichst gemeindenah anzustreben. Großen Wert legt die WHO auf den Abbau von Vorurteilen durch bessere Information.
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