ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Bereitschaftsdienst: Argumentationskette der Arbeitgeber übernommen

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Bereitschaftsdienst: Argumentationskette der Arbeitgeber übernommen

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2710 / B-2329 / C-2161

Wilts, Wiltert

Zu dem Beitrag „Das große Schweigen“ von Jens Flintrop in Heft 27/2001 und zur Lage auf dem Arbeitsmarkt:
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LNSLNS Danke für die gewohnt dynamische Wahrung der Interessen der Krankenhausärzte durch den Artikel von Jens Flintrop (zu finden direkt gegenüber dem üblichen Artikel über Budgets).
Jetzt wird auch in „unserem Organ“ die bestechend intelligente und, wie sehr schön herausgearbeitet wurde, auf unser Wohl gerichtete Argumentationskette der Arbeitgeber übernommen: Ärztliche Ausbildung geht nur im 24-Stunden-Dienstrhythmus; dann nämlich, wenn der Arzt genügend Zeit auf Station verbringt. Richtig! Und alle, die es anders machen (Dänen, Norweger und inzwischen Spanier) sind daher ja auch inkompetent. Weiter oben steht allerdings, man habe in Deutschland ja überwiegend Ruhezeit zur Entspannung, das widerspricht doch dem Ausbildungsargument!? Naja, egal.
Und dann: Man passe nur auf, die Arbeit würde ja viel anstrengender, wenn man in 8- oder 12-Stunden- statt 24-Stunden-Schichten arbeitet! Genau richtig! Endlich habe ich nun kapiert, dass sich alle anderen Berufe ihre 8-Stunden-Schichten nur gönnen, um mal so richtig gefordert zu werden.
Ich bin sicher, auch Ihre werte Redaktion – mindestens aber Herr Flintrop – arbeitet aufgrund dieser brillanten Argumente inzwischen ebenfalls im entspannenden und lehrreichen 24-Stunden-Schichtsystem mit mindestens 60 Wochenstunden bei 65 bis 80 Prozent der Normalvergütung. Oder etwa nicht?
Dr. Wiltert Wilts, Bleicherstraße 15, 28203 Bremen
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