ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Bereitschaftsdienst: Verdacht

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Bereitschaftsdienst: Verdacht

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2710 / B-2329 / C-2161

Rothenbächer, W.

Zu dem Beitrag „Das große Schweigen“ von Jens Flintrop in Heft 27/2001 und zur Lage auf dem Arbeitsmarkt:
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LNSLNS Die Überbelastung der Assistenzärzte in unseren Krankenhäusern ist zum Teil von den Kliniken selbst gemacht. Wiederholt sehe ich Patienten, die in der ganz normalen Bereitschaftsdienstzeit statt den organisierten Notdienst der niedergelassenen Ärzte direkt das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen und dort auch behandelt werden. Oft sind die ausführenden Assistenten damit überfordert. Regelmäßig werden bei Nasenprellungen auch in der Nacht Röntgenaufnahmen gemacht, die keinerlei therapeutische Konsequenzen nach sich ziehen, und vieles andere mehr.
Wir niedergelassenen Ärzte sind sehr wohl in der Lage, die ambulanten allgemeinen und fachärztlichen Notfälle zu versorgen. Die Hilfe der Krankenhäuser benötigen wir nur für Noteinweisungen. Ich habe den Verdacht, die Krankenhäuser wollen auf die ambulanten Notdiensteinnahmen auf Kosten ihrer Assistenten nicht verzichten.
Dr. med. W. Rothenbächer, Lange Straße 59, 33378 Rheda-Wiedenbrück
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