ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Helicobacter: Aktuelle Forschungsergebnisse beachten

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Helicobacter: Aktuelle Forschungsergebnisse beachten

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2711 / B-2330 / C-2162

Voss, Michel

Zu dem Beitrag „Auf zwei Beinen heilt man besser“ von Walter F. Benoit und Barbara Benoit in Heft 34–35/2001:
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LNSLNS Indem Sie einen Gegensatz zwischen Schulmedizin und Allgemeinmedizin konstruieren, tun Benoit und Benoit genau das, was sie den Schulmedizinern vorwerfen: die Allgemeinmedizin gegen die Schulmedizin zu instrumentalisieren.
Die Fallbeispiele entlarven Benoit und Benoit als falsch handelnde Ärzte und Demagogen: Wenn Schmerzen im Oberbauch als Anlass für eine Röntgenuntersuchung herhalten müssen, so ist das ein ärztlicher Behandlungsfehler. Schmerzen im Oberbauch (Sodbrennen) sind, wenn sie therapieresistent sind („Omeprazoltest“), Anlass für eine endoskopische Untersuchung von Magen und Zwölffingerdarm. Die Autoren verschweigen, welche Therapie die 23-jährige Patientin anschließend erhalten hat.
Auch bei dem 60-jährigen Patienten mit Teerstühlen verschweigen die Autoren, welche Therapie er bekommen hat (hat ein ärztliches Gespräch ausgereicht, um das Ulcus ventriculi abheilen zu lassen?).
Bei dem 49-jährigen Aushilfskoch stützen die Autoren die Diagnose Ulcus ventriculi lediglich auf die Aussage des Patienten. Hatte der Patient überhaupt ein Ulcus ventriculi? Wenn er den verordneten Protonenpumpenhemmer nicht eingenommen hat, hat er vielleicht nicht doch wenigstens die Antibiotika eingenommen, die heutzutage üblicherweise im Rahmen der Tripel-Therapie zur Behandlung des Ulcus ventriculi verordnet werden?
Psychosomatische Medizin ist das übergeordnete Lehrgebäude ganzheitlicher Medizin, trotzdem müssen sich so genannte Psychosomatiker wie Benoit und Benoit über die aktuellen Forschungsergebnisse der inneren Medizin belesen.
Michel Voss, Graf-Adolf-Straße 18, 51065 Köln
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