ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Geriatrie: Ohrfeige für Verbände und Kassen

BRIEFE

Geriatrie: Ohrfeige für Verbände und Kassen

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2712 / B-2308 / C-2172

Appen, Godeke von

Zu dem vom Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen vorgelegten Gutachten:
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LNSLNS Im Gesundheitsbericht an die Bundesregierung wird eine bessere Rehabilitation von Schlaganfallpatienten gefordert. Dies ist eine Ohrfeige für alle, die die Geriatrie in unserem Land behindern. In der Geriatrie arbeiten Ärzte und medizinisches Personal, die sich in der Behandlung von mehrfach behinderten Patienten qualifiziert haben. Statt dieses Potenzial zu fördern, werden geriatrische Abteilungen aber gezielt in der Krankenhausplanung benachteiligt, Betten abgebaut, in der ambulanten Versorgung die Qualifikation nicht nur nicht honoriert, sondern die Inhaber von Teilgebietsbezeichnungen auch noch mit dem Verbot belegt, diese öffentlich zu führen; das ist ein Werbeverbot für gute Geriatrie und für gute Rehabilitation.
Eine gute Rehabilitation, durchgeführt von dazu Qualifizierten, hat auch erst die Rückwirkung für eine bessere Prävention.
Als Allgemeinarzt mit Teilgebietsbezeichnung Klinische Geriatrie fordere ich die Gleichstellung geriatrischer Abteilungen mit anderen Abteilungen der Akutmedizin in der Krankenhausbedarfsplanung sowie die Gleichstellung ambulant tätiger Geriater mit anderen Teilgebietsträgern in der Honorierung spezieller Leistungen sowie in der Budgetierung, dazu die Aufhebung des „Werbeverbots“.
Dr. med. Godeke von Appen, Gnarrenburger Straße 24, 27432 Bremervörde
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