ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Gutachten: Keine Verpflichtung

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Gutachten: Keine Verpflichtung

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2713 / B-2332 / C-2164

Hillebrand, Christoph

Zu dem Beitrag „Angabe von Todesursachen und Todesarten häufig fehlerhaft“ von RA Dr. med. Peter W. Gaidzik und Hans-Dieter Eikert in Heft 36/2001:
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LNSLNS Richtig ist wohl, dass zu Unrecht zu oft „natürlicher Tod“ attestiert wird, obwohl bei genauer Analyse und nach den rechtlichen Bestimmungen der unnatürliche Tod anzukreuzen wäre, mit der Folge, die Polizei zu verständigen. Vehement widersprochen werden muss jedoch dem Ansinnen, von niedergelassenen oder klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten wie selbstverständlich eine privatrechtliche Gutachtertätigkeit zu erwarten. Gemessen an im Einzelfall recht zeitintensiver Arbeit und der Notwendigkeit einer größtmöglichen Sorgfalt, ist die vorgesehene Vergütung nach meinem Kenntnisstand nicht mal ein Taschengeld. Darüber hinaus setzt eine solche Tätigkeit die Kenntnis des dazugehörigen Paragraphendschungels voraus
(offenbar AUB 88), was zu meinen Studienzeiten kein Ausbildungsinhalt war. Wenn der Autor sich darüber beschwert, dass sich die letztbehandelnden Ärztinnen und Ärzte oft weigern, sich für mitwirkende unfallunabhängige Leiden auf eine prozentuale Quote festzulegen, ist das in meinen Augen nur zu gut nachvollziehbar. Es steht den Versicherern frei, sich an erfahrene Gutachter zu wenden. Eine Verpflichtung zu gutachterlicher Stellungnahme im Rahmen privater Unfallversicherungen besteht meines Wissens nicht.
Christoph Hillebrand, Deidesheimer Straße 2, 14197 Berlin
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