ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2001Langzeitergebnisse der operativen Behandlung der Refluxkrankheit

MEDIZIN: Referiert

Langzeitergebnisse der operativen Behandlung der Refluxkrankheit

Dtsch Arztebl 2001; 98(42): A-2730 / B-2328 / C-2184

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit handelt es sich um ein chronisches Krankheitsbild, das zu Komplikationen wie einer peptischen Striktur oder einem Adenokarzinom der Speiseröhre führen kann.
Die Autoren berichten über eine Langzeitstudie an 239 Patienten, die im Durchschnitt zehn Jahre nachbeobachtet werden konnten. Dabei standen 92 Prozent der konservativ behandelten Patienten und 62 Prozent der operierten Patienten immer noch unter einer Antirefluxmedikation. Überraschend war, dass die Überlebensrate der operierten Patienten signifikant niedriger lag als die der konservativ behandelten Refluxkranken, nämlich um 58 Prozent. Das Risiko, ein Adenokarzinom der Speiseröhre bei Barrett-Ösophagus zu entwickeln, lag bei 0,4 Prozent jährlich, ohne Barrett-Mukosa bei nur 0,07 Prozent.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Antirefluxoperation nicht unter dem Aspekt empfohlen werden sollte, dass der Patient künftig keine Medikamente mehr nehmen müsse oder dass durch die Operation das Auftreten eines Ösophaguskarzinoms verhindert werden könne. w

Spechler SJ, Lee E, Ahnen D et al.: Long-term outcome of medical and surgical therapies for gastroesophageal reflux disease. Follow-up of a randomized controlled trial. JAMA 2001; 285: 2331–2338.

Stuart Jon Spechler, MD, Division of Gastroenterology (111B1), Department of Veterans Affairs Medical Center 4500 S. Lancaster Rd., Dallas, TX 75216 USA. E-Mail: sjspechler@aol.com

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema